Nordeifel: Das „Jumonofel“ für die mobile Jugendarbeit in der Nordeifel ist da

Nordeifel : Das „Jumonofel“ für die mobile Jugendarbeit in der Nordeifel ist da

Freitagmorgen in Roetgen: Es ist kühl und nass. Aber sieben Menschen stehen vor einem nagelneuen Kleintransporter — und freuen sich. Das „Jumonofel“ ist da!

Der noch ungewohnte Name steht für „JUgendMObil NOrdeiFEL“ und ist jetzt die automobile Basis des neuen Projekts beim Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion. Aus dem noch recht schmucklosen weißen Wagen soll in den nächsten Monaten ein möglichst buntes, gut ausgestattetes Jugendmobil für die Nordeifel werden.

Im Jahr 2015 hat sich das Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung in Person von Arbeitsgruppenleiterin Angelika Kranz um Mittel aus dem Förderprogramm „Leader Eifel“ der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes bemüht. Ziel war, mobile Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu schaffen. Ein neues Jugendmobil sollte dazu in der Eifel von Jugendlichen gestaltet werden und im Rahmen der offenen, mobilen Kinder- und Jugendarbeit unterwegs sein. Ende 2016 lag die endgültige Zusage von Leader Eifel und der Bezirksregierung Köln vor. Im Juni 2017 konnte dann mit der praktischen Umsetzung für Monschau, Roetgen und Simmerath begonnen werden.

Schon während des Antragsverfahrens erfolgte die Suche nach potenziellen Kooperationspartnern, Unterstützern und zusätzlichen Sponsoren. Und sie wurden gefunden. Zum Beispiel mit dem Lions-Club Monschau. „Die mobile Jugendarbeiterin Lara Brammertz und Jugendpfleger Ralf Pauli haben uns das Projekt persönlich vorgestellt und vermitteln können, wie hilfreich der Einsatz eines solchen Busses für die mobile Jugendarbeit in der Nordeifel sein kann“, berichtet der Vorsitzende des Lions-Hilfswerks Monschau, Hans-Peter Drews. „Das hat uns vom Lions-Club Monschau überzeugt, und darum werden wir das Projekt auch gerne finanziell unterstützen.“

Mit kompetentem Personal

Sebastian Heyn, neuer Amtsleiter des städteregionalen Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung, dankte dem Lions-Club für diese Unterstützung: „Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit. Doch dafür müssen Zugänge geschaffen werden. So ein Jugendmobil ist vor allem für Jugendliche, die sonst kaum erreicht werden, ein attraktives Freizeitangebot. Dazu braucht es aber auch kompetentes Personal, das mit dem Fahrzeug ‚on Tour‘ ist und Jugendliche vor Ort aufsucht.“

Genau deshalb ist die Städteregion Aachen froh, dass mit Domenik Delsemmé ein engagierter Projektleiter gefunden wurde, der Anfang November seinen Dienst aufgenommen hat. Zukünftig wird er mit Lara Brammertz die mobile Jugendarbeit in der Nordeifel betreiben und das Jumonofel-Projekt federführend leiten. Dabei steht jetzt die Werbung bei den Jugendlichen aus Monschau, Roetgen und Simmerath für eine Mitarbeit an. Denn die jungen Menschen sollen kreative Ideen für die Innen- und Außengestaltung des Fahrzeuges entwickeln und selbst beim Umbau Hand anlegen.

Unterstützt werden sie dabei von „Bauleiter“ Oliver Schlamp vom Hofe, selbstständiger Schreiner aus Roetgen und über lange Jahre Vorsitzender der Grenzlandjugend Roetgen. Seine Kompetenz und handwerkliche Anleitung ist Voraussetzung, dass das Jumonofel so gestaltet wird, wie die Jugendlichen sich das wünschen, und der Ausbau fachmännisch und sicher erfolgt.

„Beim nächsten Fotoshooting scheint hoffentlich die Sonne, das Jumonofel wird schon bunter und das Durchschnittsalter der Protagonisten deutlich jünger sein“, scherzte Jugendpfleger Ralf Pauli. Er hat auch eine neue Internetseite auf den Weg gebracht, die ab sofort über den Verlauf der Gestaltung und den zukünftigen Einsatz des Jumonofels informiert.

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