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Konzen: Chorgesang und Blasmusik in Konzen

Konzen : Chorgesang und Blasmusik in Konzen

Bereits zum 27. Mal hatten der Kirchenchor und der Musikverein „Eintracht” Konzen zu einem Konzert zur Weihnachtszeit eingeladen, und mehr Musikfreunde als je zuvor waren am Sonntag nach dem Dreikönigsfest dieser Einladung gefolgt.

Obwohl in der Pfarrkirche viele zusätzliche Stühle aufgestellt worden waren, fanden nicht alle Besucher einen Sitzplatz, selbst auf den Stehplätzen wurde es eng.

Weit über Konzen hinaus hat dieses Konzert ein treues Stammpublikum, dem auch diesmal ein musikalischer Hochgenuss geboten wurde.

Absage nach Trauerfall

Wegen des Todes eines aktiven Mitglieds hatte der Kirchenchor Konzen seine Mitwirkung am Konzert abgesagt. Der Vorsitzende Heinz Kreitz gedachte bei der Begrüßung der Zuhörer des am Vortag zu Grabe getragenen Sängers Helmut Wolter, der fast 40 Jahre dem Chor angehört hatte.

Einen besonderen Dank richtete Kreitz an den Meisterchor MGV „Liederkranz” Würselen, der kurzfristig eingesprungen und innerhalb weniger Tage ein Konzertprogramm zusammengestellt hatte.

Sehr hohes Niveau

Die Zuhörer erlebten mit diesem Konzert ein kulturelles Ereignis, das Maßstäbe setzte: Blasmusik und Chorgesang auf sehr hohem Niveau, eindrucksvoll und meisterlich dargeboten vom Blasorchester der „Eintracht” Konzen und vom Meisterchor „Liederkranz” aus Würselen.

Unter der Leitung von Chordirektor Ando Gouders sorgten die rund 50 Männer des Chores, der zu den besten der Region gehört, für einen Hörgenuss, der tief in die Seele drang wie das ergreifende russische „Otsche Naschj” (Vater unser), das „Ave Glöckchen” („Wenn ich ein Glöckchen wär”) oder der „Frieden” von Gotthilf Fischer.

Ungewöhnliches Klangvolumen

Mit seinem ungewöhnlichen Klangvolumen, mit seiner beispielhaften Disziplin zwischen dem zarten Pianissimo und dem kraftvollen Fortissimo entfaltete der Männerchor aus Würselen sein meisterliches Können.

Davon zeugten auch die Schubert-Lieder „Im Abendrot” und „Die Nacht”. Was besonders bemerkenswert war: Die Sänger trugen alle Lieder auswendig vor, also ohne Notenblatt in der Hand. Für ihre wunderschönen Vorträge ernteten sie heftigen Beifall - als Zeichen der Zuneigung: Der Chor hat die Herzen der mehr 500 Zuhörer erobert.

Mit dem bekannten Werk „Trumpet Tune” von Henry Purcell eröffnete das Blasorchester der Eintracht das festliche Konzert. Für ein Laien-Orchester hat die „Eintracht” ein recht hohes Niveau, unter ihrem Dirigenten Walter Schreiber entfalteten die Musiker eine wahre Spielfreude, die die aufmerksamen Zuhörer in ihren Bann zog.

Mit großem Können gestaltete das Orchester das schwierige, aber schöne Werk „Triumphant spirit” von Timothy Johnson, bei dem die Musiker/innen alle Register ihres Könnens ziehen mussten.

Kräftig und lang

Schöne, sinfonische Blasmusik präsentierte das Orchester mit den „Melodien zur Weihnachtszeit” und den „Christmas Songs”. Feierlich und ergreifend war die Bearbeitung des Liedes „Herr, deine Liebe”, der Beifall für diese Interpretation war kräftig und lang.

Nach gut anderthalb Stunden sprach der Vorsitzende des Musikvereins, Matthias Steffens, wohl allen Zuhörern aus dem Herzen, als er sich beim Männergesangverein sowie dem Orchester mit den Solisten Helmut David, Paul-Georg Huppertz und Stephan Förster bedankte für ein Konzert, das Abstand von den Mühen und Sorgen des Alltags geschenkt habe.

Herzlicher Beifall

Der herzliche Beifall galt auch Peter Conrads und Simone Haas, die besinnliche Texte vorgetragen hatten, und nicht zuletzt dem Schulchor der Grundschule Konzen unter der Leitung von Peter PersZ. „Wir haben keine Sorge um die Zukunft, ihr ward fantastisch”, lobte Steffens den Nachwuchs, der mit weihnachtlichen Weisen das Vorprogramm gestaltet hatte.