Chor- und Orgelkonzert in Rott

Chor- und Orgelkonzert in Rott : Klangliche Reise durch die Jahrhunderte

Mit einer Reise durch die Jahrhunderte begeisterten die beiden Chöre aus Roetgen, Singphonie und Kimundi in St. Antonius. „Schon im Eröffnungskanon, dem Ave Maria von Wolfgang Amadeus Mozart, haben die vier Männer und neun Frauen der Singphonie ihre Klasse bewiesen“, urteilte nach dem eineinhalb Stunden dauernden Konzert Wilfried Leisten, der Vorsitzende des Chorverbandes der Städteregion Aachen.

Er saß in der vollbesetzten Kirche und genoss die besondere Akustik, in der Stimmen und Orgel erklangen. „Ich kannte die Orgel bisher nur aus dem Umfeld der Kirchenmusik. Was Klara Rücker alles aus dem Kircheninstrument an Stimmungen herausholte, war wirklich großartig“, urteilte Leisten.

Die 1989 in Leipzig geborene Rücker, die an der Hochschule Franz Liszt in Weimar erst vor zwei Jahren ihr Examen als A-Kirchenmusikerin gemacht hat, begeisterte schon auf einigen Konzerten in der Städteregion. In St. Antionius spielte sie die Orgel leise, harmonisch, ausgelassen, kraftvoll und bestimmt. Mit Impressionen über zuvor gesungene Chorlieder nahm Rücker einen ihr zugeworfenen musikalischen Faden auf, den sie zu einem Klangteppich verwebte.

Ein kurzes Intermezzo gaben neun der ansonsten 50 Chormitgliedern von Kimundi, dem Kinder- und Jugendchor mit Sängern zwischen fünf und 14 Jahren. „Lieder aus aller Welt, Folklore bis hin zu aktuellen Songs sind in unserem Repertoire“, erzählte Chorleiter Manfred Lutter, der gemeinsam mit Miriam Schlösser die Kinder- und Jugendlichen dirigiert. Lutter, der alleinige Leiter der Singphonie, macht diesen Job schon seit mehr als 20 Jahren. „Mit diesem Chor widmen wir uns möglichst vielen Facetten“, sagte der pensionierte Lehrer mit Blick in das Programm, das mit Stücken aus dem späten Mittelalter bis in die Neuzeit begeisterte.

Das Publikum ließ immer wieder Applaus aufbranden, wenn die Chöre überraschten. Das taten sie auf englisch, lateinisch, französisch und ungarisch. Weil Chorleiter Lutter kurzweilig durch das Programm führte, verstand jeder den Inhalt der Lieder. Wilfried Leisten war extra aus Alsdorf angereist, um die beiden Chöre zu hören. „Das waren zwei unserer 36 Chöre, die wir als Verband nicht nur versichern, sondern deren Gema-Gebühren wir als Verband auch übernehmen“, erzählte der Vorsitzende, der Chören hilft und die Mitglieder fördert. (ny)

(ny)
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