Roetgen: CDU Roetgen nominiert ihre Kandidaten

Roetgen: CDU Roetgen nominiert ihre Kandidaten

Die CDU Roetgen hat ihre Kandidaten für die kommende Kommunalwahl im Mai gewählt. Bei der Versammlung im Brander Stübchen haben 25 Mitglieder ihre Stimmen abgegeben. Parteivorsitzender Stephan Speitkamp begrüßte Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der sich der Diskussion zu dem umstrittenen Vorhaben im Münsterwald und dem Ausbau der B 258 stellte.

Der Vorsitzende Speitkamp betonte zu Beginn, dass sowohl das Wahlprogramm als auch die Kandidatenlisten sehr harmonisch aufgestellt wurden. Als Direktkandidaten wurden mit großen Mehrheiten auch fünf Neulinge gewählt (jeweiliger Wahlbezirk in Klammern): Anita Buchsteiner (1), Wolfgang Schruff (2), Robert Formhals (3), Bernd Vogel (4), Margitta Hill (5), Jan Siemons (6), Ronald Borning (7), Helmut Helzle (8), Michael Wynands (9), Peter Schneider (10), Manfred Heitmeier (11), Albrecht Mauer (12) und Michael Seidel (13).

Die Reserveliste führt der Fraktionsvorsitzende Michael Seidel an, gefolgt vom Parteivorsitzenden Stephan Speitkamp sowie Anita Buchsteiner, Jan Siemons, Robert Formhals, Margitta Hill, Manfred Heitmeier, Peter Schneider, Michael Wynands, Bernd Vogel, Wolfgang Schruff, Ronald Borning, Helmut Helzle, Albrecht Mauer, Lambert Wilden, Fritz Ehrig, Rainer Hülsheger, Wiltrud Strunk, Rainer Küsgens, Ingrid Berger, Christian Hill und Alex Renier.

Inhalte des Wahlkampfes

Ebenfalls gewählt wurden vier Vertreter für die Vertreterversammlung der CDU zur Wahl des Kandidaten für das Amt des Städteregionsrats am 7. März: Stephan Speitkamp, Anita Buchsteiner, Bernd Vogel und Michael Seidel werden die Roetgener CDU dort vertreten.

Nachdem das Personelle geregelt war, wendeten sich die Teilnehmer den Inhalten für den Wahlkampf zu. Der Vorsitzende forderte, die Partei müsse klar kommunizieren, dass das Haushaltsdefizit nichts mit dem umstrittenen Bau der Schule zu tun habe. Dieser Posten mache lediglich ein Prozent des Haushaltes aus. Er verteidigte zudem den Bau des Bürgersaals: Auch dieser schlage lediglich mit 0,2 Prozent im Haushalt zu Buche. Durch den entstandenen Mehrwert für die Bürger sehe er sich in der Entscheidung jedoch bestätigt.

Des Weiteren wolle die CDU einen Ausbau des Gewerbegebiets und den Bau eines Busbahnhofs, auch wenn bei Letzterem die bisherigen Vorschläge nicht zufriedenstellend seien. Der ÖPNV solle gestärkt werden durch grenzüberschreitende Linien und den Einsatz von Bussen in den Abend- und Nachtstunden.

Zudem wolle man den Tourismus am „Tor zur Eifel“ fördern, unter anderem durch Instandhaltung und Sauberkeit an Ravel-Route und Eifelsteig.

Kontrovers wurde die Diskussion, als Städteregionsrat Etschenberg zur Versammlung stieß. Die Mitglieder stellten gegenüber ihrem Parteikollegen klar, dass sie insbesondere zum umstrittenen Vorhaben, im Münsterwald sieben Windräder aufzustellen, eine konträre Position vertreten: „Wir werden uns zwar nicht an die Bäume ketten, aber uns mit allen legalen Mitteln wehren“, bekräftigte Speitkamp. Der Ortsverband erwäge sogar, den Nabu bei etwaigen Klagen finanziell zu unterstützen.

Ausbau der B 258

Alle Wortbeiträge verdeutlichten die Erleichterung, dass durch das Stoppen der Rodungen keine weiteren Fakten mehr geschaffen würden, ohne das entsprechende Genehmigungen vorlägen.

Bei den Plänen zum Ausbau der B 258 einigte man sich darauf, erst die Planungsvorschläge abzuwarten, bevor die Partei sich auf eine Position festlege. Die CDU dränge aber auf Fußgängerüberwege und eine Entzerrung am Knotenpunkt zur Rosentalstraße.

Helmut Etschenberg appellierte gemeinsam mit dem Vorsitzenden, offen für unterschiedliche Lösungen zu bleiben. Dankend nahmen die Anwesenden das Angebot des Städteregionsrates an, anschließend eingehend darüber zu beraten.