1. Lokales
  2. Eifel

Monschau: CDU: Höfen braucht keine Umgehung

Monschau : CDU: Höfen braucht keine Umgehung

Eine Umgehungsstraße für Höfen ist „völliger Unsinn”. Davon ist die CDU überzeugt, wie deren Sprecher Alexander Lenders nun im Ausschuss für Dorfentwicklung und Verkehr betonte.

Nach dem Ausbau der rund 2,2 Kilometer langen Ortsdurchfahrt gibt es weder Bedarf noch Interesse an einer Umgehungsstraße. Daher soll die Trasse im Bundesfernstraßenbedarfsplan nicht mehr als „vordringlich” eingestuft werden.

Die Ortsumgehung war nun wieder Thema im Monschauer Ausschuss für Verkehr.

Die Höfener Ratsvertreter haben sich, darauf verwies Sachkundiger Bürger Wolfgang Formen, inzwischen gegen die Umgehung ausgesprochen. Die ausgebaute Ortsdurchfahrt hat erhebliche Verbesserungen für die Autofahrer gebracht, noch mehr aber für Fußgänger und Radfahrer.

11.000 Fahrzeuge

Auch zahlreiche Geschäftsleute in Höfen haben sich deutlich gegen die Ortsumgehung ausgesprochen, sie befürchten Nachteile für ihre Betriebe. Über die B 258 in Höfen fahren am Tag zwischen 4500 und 4800 Fahrzeuge. Die Ortsdurchfahrt Konzen passieren am Tag rund 10.000 Fahrzeuge, in Imgenbroich sind es etwa 11.000.

Der Stadtrat hat per Beschluss eine Ortsumgehung für Höfen beim Bund angemeldet. Im Bundesfernstraßenbedarfsplan sind die Umgehungen von Konzen, Imgenbroich und Höfen als „vordringlich” eingeordnet worden. Daran lasse sich nichts mehr ändern, sagte SPD-Ratsherr Helmut Fink. Für den Bedarfsplan gibt es zwar einen Kabinettsbeschluss, der Bundestag aber hat den Plan noch nicht beschlossen, so dass Änderungen möglich sind. Für die Umgehung „gibt es keinen vordringlichen Bedarf”, betont auch Bürgermeister Theo Steinröx auf Nachfrage.

Im Ausschuss hatte Alexander Lenders dafür plädiert, die Ortsumgehung Höfen nicht mehr als „dringlich” einzustufen. Allerdings solle die bereits vorhandene Trassenführung nicht aufgegeben werden, um in späteren Jahrzehnten bei Bedarf handeln zu können.

Nichts ohne Rat

Der Stadtrat soll, so Lenders, den Mut haben, seinen Beschluss über die Ortsumgehung von Höfen zu ändern. Helmut Fink wie auch Ausschuss-Vorsitzender Bodo Friedrich betonten: Auch wenn die Umgehung für Höfen weiterhin als „dringend” bewertet werde, ohne die Zustimmung des Rates „geschieht dort nichts”.

Die geplanten Umgehungen für Konzen und Imgenbroich sollen aber im „vordringlichen Bedarf” verbleiben. Auch da urteilte Alexander Lenders kritisch: Welche Auswirkungen haben Umgehungen für Konzen und Imgenbroich? Untersuchungen darüber gibt es nicht. Seine Sorge: Über die Umgehungsstraße sind die Autofahrer „schnell an Monschau vorbei”.