Monschau: Campinglatz Perlenau: Ärger um Lärm in der Nacht

Monschau: Campinglatz Perlenau: Ärger um Lärm in der Nacht

Am Freitag ist Schluss mit dem nächtlichen Lärm, denn die Nachtarbeitsgenehmigung für eine Langenfelder Spezialfirma, die an der Dauerbaustelle Dreistegen-Perlenau am Fahrbahnrand der B258 bohrt, um den Fahrbahnrand zu sanieren und zu stabilisieren, läuft aus.

Ob sich Günter Rasch, Betreiber des Campingplatzes Perlenau, darüber überhaupt noch freuen kann, ist fraglich, denn die Sommersaison 2009 ist für ihm wie eine Seuche.

Wegen der Baustelle ist sein Campingplatz am Ufer des Perlenbachs kaum zu erreichen, das Vennbad ist wegen Einsturzgefahr dicht, das Wetter ausgesprochen bescheiden und jetzt das: zwei Wochen lang, mit Ausnahme der Wochenenden, nicht nur tagsüber Baulärm, sondern auch noch nachts.

Diese Kombination ungünstiger Umstände lockt nicht gerade Gäste an - im Gegenteil. Wenn man sich auf einem Campingplatz einmietet, dann rechnet man mit allen möglichen Geräuschen, aber nicht mit Baulärm. Und in einer solchen Idylle ist es auch nicht hilfreich, wenn der Lärm lärmgemindert ans schlafbedürftige Ohr dringt.

„Die Leute reisen reihenweise ab, „schimpft der Campingplatzbetreiber und spricht von „einigen tausend Euro Verlust.” Günter Rasch spricht von „einem fahrlässigen Verhalten” der Behörden, wenn hier eine Nachtbohrgenehmigung erteilt werde.

Im Aachener Kreishaus ist man „verwundert” über den Protest des Campingplatzbetreibers. Der Kreis Aachen habe den Antrag der Spezialfirma nach den Vorschriften des Landes-Immissionsschutzgesetzes geprüft und genehmigt und der Firma die Auflage erteilt, sich mit eventuellen Anliegern in Verbindung zu setzen. Pressesprecher Hans-Josef Heinen: „Wir gehen davon aus, dass die Firma ihr Vorgehen mit dem Campingplatzbetreiber abgestimmt hat. Von ihm ist jedenfalls kein Widerspruch gekommen.”

Mehr von Aachener Zeitung