Bürgerversammlung: Ideen für die Zukunft von Rollesbroich

Bürgersammlung erarbeitet Vorschläge : Ideen für die Zukunft von Rollesbroich

Die Resonanz war nicht ganz so groß wie bei der ersten Bürgerversammlung im Frühjahr, aber immerhin beachtlich. Über 30 interessierte Rollesbroicher hatten am Samstagnachmittag den Weg ins Pfarrheim gefunden, um über wichtige örtliche Themen zu diskutieren und sich auszutauschen.

Geladen hatte der CDU-Ortsverband, deren Vorsitzender Rolf Marx gleich zu Beginn betonte, dass man sich hier über alle Parteigrenzen hinweg zu Themen, die den Ort bewegen, austauschen wolle. Letztlich ginge es darum, Rollesbroich für die Zukunft attraktiv zu machen.

Hierfür hatten sich die Veranstalter Verstärkung von der Städteregion Aachen ins Boot geholt. Andrea Drossard und Ruth Roelen waren mit einem dreiköpfigen Team angereist, um Wege aufzuzeigen, wie man Rollesbroich alters- und zukunftsgerecht gestalten könne. Dazu hob Andrea Drossard zu Beginn hervor, dass die Dorfbewohner die Experten vor Ort seien.

Mit ein wenig Stolz konnte Rolf Marx mitteilen, dass sich nach der ersten Bürgerversammlung zu den damals erarbeiteten Themenschwerpunkten einiges getan hatte. So sei zwischenzeitlich das Problem mit der Beleuchtung des Parkplatzes am Friedhof erledigt. Ferner habe die alte Schule zwischenzeitlich neue Fenster erhalten. Auch wenn es zur Erneuerung der Dürener Straße noch keine Fortschritte gab, ist man da weiter am Ball geblieben. Zur nächsten Bürgerversammlung soll ein Vertreter von Straßen-NRW geladen werden.

Darüber hinaus habe sich zum gewünschten Dorfladen eine Arbeitsgruppe gebildet, von deren Aktivitäten Stephan Strauch und Andreas Mundt berichteten. In anderen Orte habe man sich kleinere Läden angesehen, die wirtschaftlich betrieben würden. Zum alten Dorfladen in Rollesbroich wurde festgestellt, dass dieser „nicht aus wirtschaftlichen Gründen zugemacht habe". Diese Aussage erzeugte Widerspruch aus der Versammlung heraus. Strauch und Mundt wurden darauf hingewiesen, dass der Laden nachweislich zum Schluss nur noch rote Zahlen geschrieben hätte.

Da das Thema „altersgerechtes Wohnen“ bei der letzten Versammlung große Resonanz fand, hatten die Veranstalter Corinne Rasky aus Kall von der gemeinnützigen Genossenschaft „GenoEifel" eingeladen, die sich generationsübergreifend als Selbsthilfeeinrichtung mit rund 240 Mitgliedern um die Belange älterer Menschen kümmert. Wie Rasky erläuterte, gehören dazu beispielsweise Einkaufshilfen, gegenseitige Besuche, Mitfahrgelegenheiten und Hilfen im Haushalt.

Hiernach stieg man dann an fünf Thementischen unter Federführung der Mitarbeiter der Städteregion in den offenen Meinungsaustausch ein und sprach über die Aspekten Mobilität, Grundversorgung, soziales Miteinander, Bewusstsein für Ortsbild und Ortstypik und Informationen zum Alter. Alle 15 Minuten fand ein Wechsel an den Tischen statt, so dass jeder Besucher seine Anregungen zu den einzelnen Aspekten vorbringen konnte.

Am Ende war man sich bei den Themenschwerpunkten einig, dass ein Netliner für den Ort ebenso wichtig wie ein Dorfladen sei. Letzterer müsste mit einem Café ausgestattet sein, um den Laden als Anlaufstelle zu festigen. Ferner erzielte man Einvernehmen darüber, dass das soziale Miteinander (Nachbarschaftshilfe) gestärkt werden müsse und ein Seniorenlotse im Ort fehle.

(ho)
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