Vossenack: Bürgerprotest in Germeter erfolgreich: Mobilfunkmast ist vom Tisch

Vossenack: Bürgerprotest in Germeter erfolgreich: Mobilfunkmast ist vom Tisch

Während eine Bürgerinitiative aus Strauch und Steckenborn gemeinsam mit der Gemeinde Simmerath und der Städteregion noch gegen den geplanten Standort eines Sendemastes am Sportplatz Strauch kämpft, ist man in der Nachbarkommune Hürtgenwald bereits erfolgreich gewesen.

Die vom Mobilfunkbetreiber Telefonica O2 geplante Errichtung eines 35 Meter hohen Mobilfunkmastes (Stahlgittermast mit Basisstation) in Hürtgenwald-Germeter im Bereich der Einmündung der Wittscheidter Straße in die Pfarrer-Dickmann-Straße (L218) ist vom Tisch.

Dies ist massiven Bürgerprotesten von Anwohnern aus Germeter und Vossenack, dem Eifelverein Vossenack und dem Geschichtsverein Hürtgenwald zu verdanken.

Der Geschichtsverein Hürtgenwald hatte sich im Frühjahr den Bürgerprotesten angeschlossen und sich einstimmig gegen diesen Standort ausgesprochen, da der Stahlgittermast nicht in die Nähe der Wohnbebauung gehört und an dieser privilegierten Stelle den Anblick von Vossenack als Erholungsort erheblich schädige.

Auch der Eifelverein-Ortsgruppe Vossenack hatte Widerspruch gegen den Standort des Projektes erhoben und eine Standortverschiebung gefordert.

Nach Gesprächen von Bürgermeister Axel Buch mit dem Antragsteller Telefonica O2, einen geeigneten und für alle Betroffenen akzeptablen Alternativstandort zu finden, wurde der Netzbetreiber nun fündig.

Zukünftig erfolgt nun - neben den beiden bisherigen Nutzern T-Mobile und Vodafone - eine Mitbenutzung des vorhandenen Mobilfunkmastes südlich des Franziskus-Gymnasiums bei Raffelsbrand auch durch den Mobilfunkanbieter Telefonica O2.

Diese Entwicklung dürfte also auch den betroffenen Bürgern in der Gemeinde Simmerath Hoffnung geben. Seit Monaten laufen die Verhandlungen mit O2 über Standort-Alternativen, wie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auf Anfrage bestätigte.

Inzwischen habe auch ein O2-Fachmann für Liegenschaften im Umfeld des geplanten Standortes Alternativ-Grundstücke in Augenschein genommen mit dem Ziel, einen Standort mit größerem Abstand zur Bebauung zu finden. Auch ob O2 sich letztlich für einen oder zwei Sendemast-Standorte entscheide, sei dabei Gegenstand der Prüfung. Noch sei keine Entscheidung getroffen worden, so Hermanns.

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