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Simmerath: Bürgermeister sieht „puren Schwachsinn” in BBKE-Schrift

Simmerath : Bürgermeister sieht „puren Schwachsinn” in BBKE-Schrift

Mit heftiger Kritik hat Bürgermeister Hubert Breuer auf eine Schrift reagiert, die das Bürgerbündnis Kanal/Entsorgung (BBKE) vor Weihnachten an alle Haushalte der Gemeinde verteilt hatte und in der das Bündnis vor allem eine ungerechte Abwassergebühr beklagt hatte.

Breuer wehrte sich bei der Versammlung des CDU-Ortsverbandes Simmerath vor allem gegen die Kritik an der erhobenen Grundgebühr: „Der Grundbeitrag ist absolut richtig. Warum sollen nur die Vielverbraucher die Vorhaltung des Kanals und der übrigen Abwassertechnik finanzieren?” sieht der Bürgermeister beispielsweise auch die Wochenendhausbesitzer hier mit im Boot.

Das Selbstlob in der Bürger-Information des BBKE („Ohne uns wäre die Gebühr heute noch viel höher”) trieb dem Bürgermeister gar die Zornesröte ins Gesicht: „So ein Schwachsinn”, ereiferte er sich über die Feststellung des BBKE, man habe der Verwaltung gottseidank immer genau auf die Finger geschaut: „Das Bürger-Bündnis rühmt sich für Dinge, die in jeder Verwaltung seit Jahrzehnten wie selbstverständlich praktiziert werden, und hat selbst von allgemeiner Haushaltsführung keinen blassen Schimmer”, so Hubert Breuer, der unterstrich, dass es „noch nie eine Beanstandung des Rechnungsprüfungsamtes an der Haushaltsführung und Gebührenpraxis der Gemeinde gegeben” habe.

Das BBKE hingegen sei selbst „mit einigen Verwaltungsgerichts-Urteilen vor die Wand gelaufen” und spalte die Gesellschaft eher in zwei Lager als das es dem Bürger nutze”, sagte Breuer.

Als „hirnrissig” titulierte er den BBKE-Vorschlag, Hirschrott statt über Kanal mit Membrantechnik-Hauskläranlagen zu entwässern. „Abgesehen davon, dass die Kanalisierung von Hirschrott von der WAG Aachen bezahlt wird, wären Hauskläranlagen auf keinen Fall preiswerter für den Gebührenzahler”, stellte Breuer fest.

Bauland und Einkaufen

Lobend äußerte sich der Bürgermeister hingegen zur Entwicklung des Kernortes und des Gewerbegebietes in den vergangenen Jahren. Dank der politischen Beschlüsse habe die Geschäftswelt im Ortskern und außerhalb von Simmerath für die kommenden Jahre Planungssicherheit, und der Bürger finde optimale Einkaufsmöglichkeiten vor. Auch für weiteres Bauland sei in Simmerath hinreichend gesorgt, freute sich Breuer, dass nach der Erschließung des Helter Weges dort nahezu alle Parzellen verkauft seien.