Simmerath/Monschau: Bürger zum Thema Schwimmbad: „Wir machen es billiger!”

Simmerath/Monschau: Bürger zum Thema Schwimmbad: „Wir machen es billiger!”

„Endlich mit ins Boot genommen werden” möchte die vor gut drei Wochen gegründete „Interessengemeinschaft Schwimmbad Nordeifel”. Bei der zweiten Bürgerversammlung erging die dringende Aufforderung von IG-Vertreter Ingo Braun an die Politiker, die Chance für ein gemeinsames Schwimmbad als „beste Lösung” für die Nachbarkommunen Simmerath und Monschau endlich zu ergreifen.

Zudem sollte man Fachleute hinzuzuziehen, die eine exakte Bedarfsanalyse erstellen könnten. Der Standort für ein gemeinsames Schwimmbad könne dabei nicht „das Loch” in Monschau sein, sondern nur ein zentraler Platz im Bereich Imgenbroich/Konzen.

Wie schon bei der ersten Bürgersammlung am 25. Mai in Konzen fanden sich auch beim zweiten Bürgertreff am Mittwochabend im Saal Wilden in Simmerath rund 60 Teilnehmer ein, die einen intensiven Wortwechsel führten.

„Wir machen es billiger!”, sagte Moderator Bernhard Mommertz aus Imgenbroich unter dem Beifall der Anwesenden, ehe sich die weiteren Aktivposten der IG aus Imgenbroich vorstellten.

Auf die Kostenfrage und die Kooperation der Kommunen zielt die IG weiterhin ab. Ein gemeinsames Schwimmbad für Monschau und Simmerath sei langfristig preiswerter und auch sinnvoller für Schulbetrieb und Tourismus als zwei reduziert ausgestattete Bäder, hieß es.

Für die IG rechnete Kristina Merten vor, dass die vom Stadtrat bereits beschlossene Sanierung des Monschauer Vennbades rund sechs Millionen Euro kosten würde. In der Nachbargemeinde Simmerath, wo das Bad wie auch in Monschau als Folge von Baumängeln geschlossen ist, kalkuliert die Verwaltung mit 3,5 Millionen Euro für einen Neubau. Hinzu kämen pro Bad jährlich zwischen 400.000 und 500.000 Euro Betriebskosten. Abzüglich der Einnahmen verbleibe ein jährlicher Zuschussbedarf von 255.000 Euro (Monschau) und 280.000 Euro (Simmerath.

Für ein gemeinsames Bad würde der Zuschuss nach einer Kostenschätzung der IG pro Kommune unter 120.000 Euro pro Jahr liegen, wurde die Dimension der Folgekosten deutlich gemacht.