Briefwahl in der Nordeifel wird immer beliebter

Insgesamt dürfen 28.512 Bürger wählen : Briefwahl in der Nordeifel wird immer beliebter

Mit großen Schritten geht es auf die Europawahl zu. Am Sonntag, 26. Mai, öffnen die Wahllokale und die Bürger bestimmen das künftige Europaparlament mit. In der Nordeifel gibt es insgesamt 28.512 Wahlberechtigte. Davon haben schon 5979 Bürger die Briefwahl beantragt – also mehr als 20 Prozent.

In der Gemeinde Simmerath dürfen am 26. Mai 12.385 Bürger den Gang zur Wahlurne antreten. Das sind rund 300 mehr als bei der vergangenen Europawahl 2014. Am Donnerstag hatten bereits 2.350 Menschen die Briefwahl beantragt.

„Bis jetzt sind etwa gleich viele Anträge zur Briefwahl bei uns eingegangen wie bei der Wahl vor fünf Jahren“, sagt Manfred Nellessen von der Gemeinde Simmerath. Das liege aber daran, dass 2014 am gleichen Tag die Kommunalwahlen stattgefunden hätten. Deswegen sei die Briefwahlbeteiligung da ohnehin groß gewesen. „Insgesamt lässt sich aber sagen, dass die Briefwahl beliebter wird“, sagt er. Online kann die Briefwahl in Simmerath noch bis Mittwoch, 22. Mai, beantragt werden.

Auch in der Gemeinde Roetgen werde die Briefwahl immer beliebter. „Wir haben jetzt schon eine Briefwahlbeteiligung von über 25 Prozent“, sagt Timothy Frings von der Gemeinde. Von insgesamt 6.708 Wahlberechtigten (2014: 6.410) haben bislang 1.724 Bürger einen Wahlschein beantragt. „Viele Leute fordern ihre Wahlunterlagen aber gar nicht online an, sondern kommen sie vor Ort holen“, sagt er. Nichtsdestotrotz werden Online-Anträge nur noch bis Montag, 20. Mai, berücksichtigt.

In der Stadt Monschau beantragen ebenfalls immer mehr Bürger Briefwahlscheine. Von insgesamt 9.419 Wahlberechtigten – 2014 waren es 9.524 – sind schon 1.905 Bürger Briefwähler, teilt Andrea Compes von der Stadt Monschau mit. Tendenz steigend. „Bei der vergangenen Europawahl waren nur 18,21 Prozent Briefwähler. Jetzt sind es schon 20,23 Prozent.“ Vor allem die Online-Anträge würden zunehmen. In Monschau kann jeder Wahlberechtigte noch bis Mittwoch, 22. Mai, seinen Wahlschein beantragen. Danach können die Unterlagen nur noch bis Freitag, 24. Mai, 18 Uhr, persönlich im Rathaus abgeholt werden. Letzteres gilt übrigens für Monschau, Simmerath und Roetgen.

Was die Wahlhelfersituation angeht, sind alle drei Eifelkommunen gut gerüstet. Die Gemeinde Simmerath wartet mit rund 150 Wahlhelfern auf. „Darunter eigene Verwaltungsmitglieder, von den Parteien vorgeschlagene Bürger und Menschen, die sich engagieren“, sagt Nellessen. In der Gemeinde Roetgen sind bis jetzt 88 Wahlhelfer dabei. „Damit sind wir sehr gut aufgestellt“, erläutert Frings. Monschau verzeichnet 105 Wahlhelfer und sei damit laut Compes auch sehr gut versorgt.

17 Wahllokale (+ drei Briefwahlbezirke) in Simmerath, neun (+ zwei Briefwahlbezirke) in Roetgen und 13 (+ zwei Briefwahlbezirke) in Monschau: In den drei Kommunen gibt es so gut wie keine Änderungen, was die Wahllokale betrifft. Nur in Dedenborn befindet sich das Wahllokal jetzt im Feuerwehrgerätehaus. Außerdem stehen die Wahlurnen in Kesternich wieder im alten Grundschulgebäude, das jetzt schon teilweise als Kindergarten genutzt wird.

Mehr von Aachener Zeitung