Steinfeld: Blick hinter die Klostermauern

Steinfeld: Blick hinter die Klostermauern

Warum in die Ferne schweifen? Die Benediktinerinnen im Kloster Steinfeld bieten vom 5. bis 15. August eine „Sommer-Frei-Zeit” an. Unter dem Thema Begegnung, Aufatmen, Besinnung erhält der Gast die Möglichkeit, einen Blick hinter die Klostemauern zu werfen - ein Blick, der Besuchern sonst verwehrt ist.

Einzig die Klausur bleibt ausgespart. Ansonsten stehen dem Gast alle klösterlichen Türen offen. Die Benediktinerinnen-Abtei Maria Heimsuchung liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kloster Steinfeld. Die Ursprünge dieses Klosters reichen bis ins zehnte Jahrhundert zurück. Seit dem 12. Jahrhundert lebten und wirkten dort Prämonstratenser bis zur Säkularisation 1802.

Die klösterliche Anlage, die zu den am besten erhaltenen des Rheinlandes zählt, gehört seit 1923 der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer. „Die Landschaft ist geprägt durch die beiden Flüsse Rur und Urft. naturnahe Buchen- und Eichenmischwälder, Schlucht- und Auwälder bieten Lebensraum für rund 230 gefährdete Pflanzen- und Tierarten”, so beschreiben die Benediktinerinnen die Region rund um ihr Anwesen. Das Leben der Benediktinerinnen ist gekennzeichnet durch Gebet, Lesung und Arbeit sowie das Leben in Gemeinschaft. In allem wollen sie Gott suchen und seine Gegenwart in den Geschehnissen ihres Lebens entdecken.

Das Kloster ist eine Gründung des belgischen Priorats Notre-Dame/Ermeton-susr-Biert. 1951 kamen fünf deutsche Schwestern von dort nach Deutschland, um einen geeigneten Ort für eine Neugründung zu suchen. 1954 konnten sie in Steinfeld das „Haus Albermann”, einehemaliges Landhaus, das Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, inklusive des Parks erwerben.

In diesem Haus begannen die Schwestern zunächst unter schwierigen Verhältnissen ein klösterliches Leben. Dieses öffnen sie mit vielen Aktivitäten auch für Gäste. Sie bieten das ganze Jahr über mehrere Programme an. Die „Ferien-Frei-Zeit ist nur eines davon.

Im Kloster: Gebet, Wandern und Gespräche

Einblicke ins klösterliche Leben erhalten die Gäste der „Sommer-Frei-Zeit”. Dazu gehört auch der Garten der Benediktinerinnen, wo sie in einem Treibhaus etwa Gewürze und Salate für die Ordensküche züchten. Er darf begangen werden.

Wer möchte, kann sich unter Anleitung gärtnerisch betätigen. Alle Gäste erhalten die Möglichkeit zum Mitfeiern der Heiligen Messe und zur Teilnahme an den Gebetszeiten der Schwestern. Dies ist aber keine Pflicht. Langweilig dürfte es im Kloster der Benediktinerinnen nicht werden.

So laden die Schwestern zu Vorträgen ein, Einzelgesprächen, Kirchen- und Klosterführungen, einer Orgelvesper am 8. August, zum gemeinsamen Singen mit den Schwestern sowie zum Musizieren oder zum Rosenkranz knüpfen. Wer mag, kann das Schwimmbad besuchen oder aber täglich an einer der von den Schwestern ausgearbeiteten Wanderung rund um Steinfeld teilnehmen.

Dazu gibt es einen ausgearbeiteten Wanderführer an die Hand. Der zehntägige Aufenthalt kostet 550 Euro inklusive Vollpension, Einzelzimmer und Tagungsgeld. Infos zur „Sommer-Frei-Zeit” gibt es unter 02441/77180 oder per Email unter gästehaus@benediktinerinnen-steinfeld.de