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Eicherscheid: Blick der Rettungskräfte über den Tellerrand

Eicherscheid : Blick der Rettungskräfte über den Tellerrand

Ein dramatisches Szenario spielte sich jetzt im Kreuzungsbereich Breite Straße/ Buschgasse in Eicherscheid ab. Mehrere Fahrzeuge waren kollidiert, darunter ein Transporter, beladen mit Chemikalien.

Beim Zusammenstoß wurden Container und Kanister beschädigt, platzten auf, Stichflammen schossen zum Himmel, eine ätzende Chlorgaswolke trat aus und legte sich drohend über eilig herbeigeströmte Passanten. In den Fahrzeugwracks stöhnten zum Teil schwer verletzte und eingeklemmte Insassen und riefen um Hilfe. Diese Hilfe ließ nicht lange auf sich warten: Generalstabsmäßig und im Minutentakt rollten die Einsatzkräfte heran....

So täuschend echt die gefährliche Situation für den Beobachter auch darstellte - es war alles nur gestellt. Für die einzig echte Kulisse der scheinbar dramatischen Handlung sorgte Petrus, er schickte Donnergrollen über die Nordeifel.

Die spektakuläre Inszenierung war Teil einer groß angelegten Gemeinschaftsübung von Feuerwehrlöschgruppen aus der Gemeinde Simmerath und dem Stadtgebiet Monschau, des Lammersdorfer Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes.

Ihr zu bekämpfendes, vermeintlich giftiges Gefahrgut war harmloser Kunstnebel, wie er über jede Theaterbühne wallt.

„Wir haben bewusst über den Tellerrand geschaut und unsere traditionelle Simmerather Gemeinde-Wehrübung zur Abschnittsübung mit Unfall- und Umweltschützern aus Nachbarkommunen erweitert”, erklärt Eicherscheids Löschgruppenführer Christian Förster. Er hatte mit Gemeinde- Wehrführer Jürgen Förster („Ich bin kritischer Beobachter”) und Dietmar Förster (Berufsfeuerwehr Aachen), die Einsatzleitung inne.

80 Einsatzkräfte

Der Abschleppdienst Arnolds und der Mützenicher Heizöllieferant Steffens unterstützten die Übung. Auf der Dorfwiese hatten Alex Thieme, Erwin Hames und Günter Below von der Höfener Löschgruppe ihr Einsatzfahrzeug postiert, um für die Zeit des simulierten Ernstfalles die vielfältige Funktion der Simmerather Leitstelle auszuüben. Insgesamt waren rund 80 Freiwillige mit einem guten Dutzend Einsatzfahrzeugen samt Gerätschaft vollauf beschäftigt. Sie erledigten ihr anspruchsvolles Pensum in kürzestmöglicher Zeit und zur vollen Zufriedenheit der Einsatzleitung.