Bischof aus Tansania besucht Bruder Theo Call

Besuch bei Bruder Theo Call : Bischof Joseph Mlola aus Tansania in Monschau empfangen

Viele Menschen in Tansania hoffen, dass Bruder Theo Call bald nach Afrika zurückkehrt. Dass wurde deutlich, als Bischof Joseph Mlola aus der Diözese Kigoma den „Weißen Vater der Afrikamissionare“ und gebürtigen Konzener in seiner Heimat besuchte, der sich wegen einer Knie-Operation zurzeit in Deutschland aufhält.

Der Bischof nutzte die Gelegenheit auch, um beim Kindermissionswerk in Aachen, wo über die Entwicklungshilfe der Missio für den afrikanischen Kontinent entschieden wird, für die Projekte zu werben, die Bruder Theo Call in Tansania angestoßen hat. In Konzen zelebrierte der Bischof eine Messe und wurde für den nächsten Tag von Bürgermeisterin Margareta Ritter kurzfristig zu einem Empfang im Haus Troistorff eingeladen.

An diesem Empfang nahmen auch Martin und Elke Krings sowie Bernd Mainz und Dieter Johnen vom Förderverein „Bruder Theo Call“, der Ortsvorsteher der Altstadt, Georg Kaulen, Pastoralreferent Georg Nilles vom Bistum Aachen und Pfarrer Jens-Peter Bentzin von der Evangelischen Kirchengemeinde Monschauer Land und natürlich Bruder Theo Call teil.

Die Bürgermeisterin und der Bischof würdigten das Engagement und die Arbeit von Bruder Theo Call in Afrika. Das, was er in 50 Jahren in Afrika auf die Beine gestellt hat, ist kaum alles aufzuzählen: Schulen, Krankenhaus, Unterkünfte für Albinos, Kirchen, Wasserkraftwerk, Windmühlen, Brunnen für Trinkwasser, Leitungen, Kläranlagen, Werkstätten, Schlosserei, Schreinerei, Gärtnerei, Landwirtschaft, Bauunternehmen und vieles mehr. „Seinen Einsatz werden wir nicht vergessen. Er hat seinen Platz in der Geschichte und wir hoffen auf seine baldige Rückkehr“, sagte Joseph Mlola. Bruder Theo Call sei ein Symbol der Einheit, er akzeptiere jeden und jeder könne zu ihm kommen.

Der Bischof berichtete von der schwierigen Situation in seiner Heimat, wo Tausende Flüchtlinge aus dem Kongo und Burundi in Lagern leben. „Es ist nicht einfach, aber wir versuchen unser Möglichstes“, sagte Mlola. Er freute sich, zu sehen, wo Bruder Theo Call geboren wurde, seine Familie kennenzulernen und Freunde wiederzutreffen, die bereits in Afrika zu Besuch waren. „Wir haben eine besondere Gastfreundschaft erlebt, die das Gefühl vermittelte, eine Familie zu sein. Das wird in Erinnerung bleiben“, sagte der Bischof.

Nach dem Empfang zeigten die geistlichen Vertreter aus der Eifel dem Bischof gerne die Kirchen in der Monschauer Altstadt, bevor er sich auf den Weg nach Rom machte, um für eine Kooperation mit den Bildungsstätten in seinem Bistum zu werben.

(ag)
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