Monschau: Binnen Stunden ist in Monschau eine Notunterkunft eingerichtet worden

Monschau: Binnen Stunden ist in Monschau eine Notunterkunft eingerichtet worden

Der Anruf erreichte Bürgermeisterin Margareta Ritter am Mittwochabend um halb elf. Die Städteregion Aachen bat darum, „im Rahmen der Amtshilfe die Kapazitäten, die die Stadt Monschau in der ehemaligen Hauptschule Monschau auf der Haag für die Unterbringung von Flüchtlingen angeboten habe, vorzeitig in Anspruch nehmen zu können“, hieß es da.

Bereits am Donnerstagabend werde mit dem Eintreffen von etwa 150 Flüchtlingen in Monschau gerechnet, ließ man die Bürgermeisterin wissen. Am Abend gab es dann aber neue Informationen aus Arnsberg, nach denen die 150 Flüchtlinge erst am Freitag in Monschau eintreffen.

Ursprünglich hatte die Stadt Monschau der Bezirksregierung Köln zur Unterstützung bei der Unterbringung von Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten zum 1. Oktober die Hauptschule als Einrichtung angeboten. Gemeinsam wurde ein Mietvertrag für diesen Termin vereinbart und wurden die baulichen und logistischen Maßnahmen bis dahin abgestimmt.

Am Mittwochabend spitzte sich die Situation dann aber zu: Die Bezirksregierung Köln teilte der Städteregion Aachen mit, „dass in den kommenden drei Tagen insgesamt 500 zusätzliche Flüchtlinge in der Städteregion Aachen aufzunehmen sind“.

Dazu am Donnerstag Detlef Funken, Sprecher der Städteregion: „Die ersten 150 Personen werden bereits am Freitag in Monschau erwartet. Die Städteregion bereitet die erforderlichen Maßnahmen in enger Abstimmung mit den Kommunen und den Hilfsorganisationen vor.“

Ab Donnerstagmittag herrschte dann Hochbetrieb in der vormals leerstehenden Schule. Über 100 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks aus Simmerath und Stolberg, der Feuerwehr der Stadt Monschau und Mitarbeiter des städtischen Bauhofes machten sich daran, mit Feldbetten und dem vorhandenen Mobiliar eine Notunterkunft mit 150 Plätzen einzurichten. Teilweise musste zuvor noch Einrichtung der Hauptschule weggeschafft werden.

In anderen Teilen des Gebäudekomplexes liefen indes die Bauarbeiten weiter, die für die Herstellung der Räume zum 1. Oktober vorgesehen waren. „Aktuell werden die baulichen Maßnahmen mit Hochdruck abgeschlossen. Die Duscheinrichtungen der Turnhalle an der Hauptschule werden aufgeteilt, so dass auch weiterhin der Sportbetrieb in der Halle möglich ist“, teilte die Stadt am Nachmittag mit, ehe der Ankunftszeitpunkt der Menschen dann am Abend auf den heutigen Freitag korrigiert wurde.

Erfreut zeigte sich Margareta Ritter über die Willkommenskultur in der Stadt. „In den vergangenen Wochen haben wir bereits aus der Bevölkerung vielfältige Hilfsangebote erhalten. Um diesen einen Anlaufstelle zu bieten, haben wir mehrere Informations- und Ansprechmöglichkeiten geschaffen“, sagte Ritter.

Die Stadt Monschau hat eine Internet-Rubrik durch die Fa. Bauer & Kirch eingerichtet, unter der die Hilfsangebote als Sach- oder Zeitspenden erfasst werden. Mit Gemeindeoberamtsrat aD Heinz Mertens konnte ein Ansprechpartner gewonnen werden, der bei der Stadtverwaltung die Hilfsangebote bündelt und organisiert. Erreichbar sind er und sein Team ab Montag, 20. September, unter Telefon 02472/ 81235 und per E-Mail an fluechtlingshilfe@stadt.monschau.de oder wirhelfen@stadt.monschau.de. Das Internet-Hilfsportal ist zu finden unter: www.monschau.de/wirhelfen

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