Monschau: Bildungszugabe: Junges Grenzlandtheater begeistert mit „Meeting Joint“

Monschau: Bildungszugabe: Junges Grenzlandtheater begeistert mit „Meeting Joint“

„Ich will raus aus meiner Haut“ singen Ann, Marie und Louis im Refrain zusammen vor der bunten Graffiti-Wand in ihre Mikros. Schwankend zwischen unsicher und cool, verletzlich und verletzend, angepasst und frech suchen die Teenager ihren Platz in der Welt.

„Meeting Joint“ — so heißt die neue Produktion von „Das Junge Grenzlandtheater“ (Greta) für junge Menschen ab 14 Jahren, die im Rahmen der Bildungszugabe der Städteregion Aachen jetzt gleich vier Mal in der Aula des Monschauer Gymnasiums zu sehen war.

Auch wenn der Titel etwas anderes vermuten lässt: Kiffen ist nur ein Thema, das während der gut einstündigen Aufführung zur Sprache kommt. Es geht um mehr: um Freundschaft, um das erste Verliebtsein, um Ärger zu Hause und Stress in der Schule, aber auch um Träume.

Themen, die wohl alle Jugendliche früher oder später beschäftigen. Dabei bedient sich das Stück einer eher ungewöhnlichen Erzählmethode, die allerdings viel Leben auf die Bühne bringt: Die drei Darsteller greifen immer wieder zum Mikrofon und kehren singend ihr Gefühlsleben nach außen — als Hip Hop, begleitet von mal lauten, mal ruhigen Beats.

Und dann kommt alles anders...

Ann — hübsch, beliebt und frisch in Louis verliebt — und ihre beste Freundin Marie — Klassenbeste und Außenseiterin, die von zu Hause abgehauen ist und sich in einem Bootshaus versteckt hält — treffen Louis, der mit dem Kiffen angefangen hat. Eigentlich ganz okay für ihn, bis er sich in Ann verliebt. Als Marie im Bootshaus auf Louis trifft, kommt alles anders...

Für Darstellung und Gesang ernteten die drei jungen Schauspieler Stefanie Winner (Ann), Raphaela Kiczka (Marie) und Manuel Bashirpour (Louis), die alle in diesem Jahr ihr Schauspielstudium in Köln abgeschlossen haben, auch in Monschau begeisterten Applaus und stellten sich nach der Aufführung noch den Fragen der rund 800 Jugendlichen.

(hes)