Roetgen: Bikergottesdienst in Roetgen: Gott und die Welt, Grill und heiße Öfen

Roetgen : Bikergottesdienst in Roetgen: Gott und die Welt, Grill und heiße Öfen

Mit den ersten Sonnenstrahlen sind sie in jedem Frühjahr auch in unserer Region wieder unterwegs. Auf ihren fein heraus geputzten Maschinen lassen sie sich den Fahrtwind ins Gesicht wehen und genießen den viel beschworenen Hauch von Freiheit: Die Motorradfahrer zeigen jetzt auch in der Eifel wieder verstärkt Präsenz. Am Samstag fand nur ein etwas anderer Ausflug in die Eifel statt.

In Roetgen waren Biker auf Initiative der „Schrauberfreunde“ um den evangelischen Diakon Joachim Richter zum sonntäglichen Motorrad-Gottesdienst an ihrer Werkstattscheune an der Bundesstraße zur Saisoneröffnung geladen.

Nach der Premiere im vorigen Jahr gab es dort auch diesmal nach einer vorherigen gemütlichen gut einstündigen Ausfahrt in Richtung Belgien dann durchaus Besinnliches zum Beginn der Zweiradsaison. Rund 70 Motorradfahrer und ihre Maschinen boten den passenden Rahmen für den Bikergottesdienst. Auch wenn bei der Ausfahrt ins Königreich Belgien eine Lichtmaschine ihren Geist aufgegeben hatte, tat dies der allgemein guten Stimmung keinen Abbruch, zumal sich zu den Bikern auf dem Gelände der Schrauberfreunde in Roetgen auch Fußgänger und Radfahrer gesellten.

Sie alle wurden vor der Messe mit Getränken und Würstchen bestens versorgt, so dass man sich in aller Ruhe über Gott und die Welt sowie natürlich die Motorradszene austauschen konnte. Vom Gespann über den Sporttourer bis hin zum Rennhobel der unterschiedlichsten Baujahre war auf dem Gelände alles an Bikes vertreten, über das man ausgiebig fachsimpeln konnte.

Diakon Joachim Richter, Diakon in der Evangelischen Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifel und selbst leidenschaftlicher Motorradfahrer, war über die Resonanz sichtlich erfreut und meinte zu Beginn des Gottesdienstes: „Schön, dass ihr alle da seid. Wir wollen zusammen Gottesdienst feiern.“ Dazu gab es Live-Musik von der Rockband „Veto“ und besinnliche Texte. Richter, im Übrigen Sänger der Band, erklärte vorab zur Biker-Messe: „Wir wollen den Menschen mal eine andere Form von Gottesdienst nahebringen und ihren Blick auf die Kirche weiten.“ Nach der Messe gab es noch ein längeres Beisammensein, bei dem nicht nur Benzingespräche geführt wurden.

(ho)
Mehr von Aachener Zeitung