Nordeifel: Bezirksliga: FC Roetgen will Klassenerhalt, Eicherscheid ins gute Mittelfeld

Nordeifel : Bezirksliga: FC Roetgen will Klassenerhalt, Eicherscheid ins gute Mittelfeld

Mit unterschiedlichen Zielsetzungen sind die beiden Nordeifeler Bezirksligisten Germania Eicherscheid und der FC Roetgen im August in die Saison gestartet. Beim Landesligaabsteiger Germania Eicherscheid lautete das Saisonziel „guter einstelliger Tabellenplatz“. Beim FC Roetgen wäre man mit dem Klassenerhalt schon zufrieden.

Germania Eicherscheid

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Nachdem Abstieg aus der Landesliga brauchten die Eicherscheider einige Spieltage, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Aus personeller Sicht hatten die Blau-Weißen zwar kaum Abgänge zu verzeichnen, jedoch sollten Trainer Marco Kraß und Co-Trainer Lukas Kraß Spieler aus der Zweiten und die Neuzugänge aus den Kreisligen in den Kader integrieren. „Nachdem guten Start mit dem 5:1-Sieg gegen Millich haben wir uns danach schon schwer getan, allerdings fehlten uns in dieser Phase auch verletzungsbedingt einige Stammspieler“, blickte Spielertrainer Marco Kraß auf einen holprigen Saisonstart zurück, denn nach dem grandiosen Auftakterfolg folgten vier Niederlagen beim FV Haaren, gegen Arminia Eilendorf, bei Columbia Donnerberg und bei Eintracht Verlautenheide.

Nach einem 2:2 gegen Rasensport Brand erlebte der Trainer bei der 0:4-Niederlage bei Sparta Gerderath den absoluten Tiefpunkt der Hinrunde. Nach einem 2:1-Sieg im Derby gegen den FC Roetgen ging es dann aufwärts bei den Blau-Weißen. „Dann haben wir endlich die Tugenden Kampfgeist und Einsatzbereitschaft ausgepackt, die man unbedingt braucht, um in der Bezirksliga zu bestehen und die erwarteten Resultate abgeliefert“, stellte der Trainer zufrieden fest. Mittlerweile hatte Marco Kraß wieder die kurzen Hosen angezogen und ordnete das Mittelfeldspiel, auf der Trainerbank saß neben Lukas Kraß nun auch noch Wolfgang Zimmer als Co-Trainer.

Nach einem torlosen Remis bei Rheinland Dremmen verabschiedeten sich die Eicherscheider mit 18 Punkten von Tabellenplatz neun in die Winterpause. Seit dem 20. Januar bereiten sie sich auf den zweiten Saisonabschnitt vor. Die ersten Testspiele gegen SV Breinig II, Grün Weiß Lichtenbusch und die SG Vossenack/Hürtgen sind absolviert. Ehe die Germania am 18. Februar mit der Nachholbegegnung gegen Mitfavorit Union Würm Lindern und nur vier Tage später mit der Nachholpartie bei Germania Kückhoven in die zweite Saisonhälfte startet, stehen noch die Testspiele gegen Sportfreunde Düren und am Karnevalsdienstag beim Landesligisten SV Rott auf dem Wintervorbereitungsplan. „Wir wissen, dass an den ersten Spieltagen der Rückrunde wieder die schweren Spiele auf uns warten. In denen wollen wir aber besser aussehen als in der Hinrunde. Wir wollen eine ordentliche Rückrunde spielen und am Ende im gesicherten Mittelfeld zwischen Tabellenplatz fünf bis zehn stehen“, sagte der Trainer.

FC 13 Roetgen

Als Bernhard Schmitz dem FC Roetgen die Zusage als Trainer gab, gingen Trainer und Verein von anderen Voraussetzungen aus als denjenigen, die der neue Coach dann Mitte Juli vorfand. Da sich fast die Hälfte des Stammpersonals kurz vor Schließung des Transferfensters abmeldete, änderte der Verein kurzfristig die Zielsetzung, die nur noch der Klassenerhalt sein konnte. Mit Spielern aus der eigenen Jugend und aus der Zweiten musste der Coach binnen weniger Wochen eine neue, bezirksligataugliche Mannschaft aufbauen. Da in den ersten Meisterschaftswochen mit Alex Keller und Philipp Dunkel auch noch die erfahrensten Spieler verletzungsbedingt fehlten, wurde die Aufgabe noch schwerer.

Die Schwarz-Roten starteten zwar mit einem 1:0-Heimerfolg gegen Rheinland Dremmen in die Saison, an den folgenden Spieltagen gab es aber sechs Niederlagen und nur eine Punkteteilung gegen Aufsteiger Columbia Donnerberg. Dass der Trainer in dieser kritischen Phase zu seinen Jungs stand und ihnen immer neuen Mut zusprach, dafür gilt ihm die allerhöchste Wertschätzung des Vereins. „Wir haben einen sehr guten Trainer, wenn wir den Klassenerhalt schaffen, dann müssen wir uns bei ihm bedanken“, lobt der sportliche Leiter des FC, Norbert Feder.

Am neunten Spieltag feierten die Roetgener mit dem Heimsieg gegen Rasensport Brand (3:0) das zweite Erfolgserlebnis, und nur eine Woche später brachten sie aus Gerderath (3:1) die ersten Auswärtszähler mit nach Hause. Nach der Niederlage in Verlautenheide verabschiedete sich der FC mit zwei Unentschieden gegen den FC Wegberg Beeck II und in Kellersberg in die Winterpause. „Die Mannschaft hat prima mitgearbeitet und ist im Verlauf der Hinrunde immer besser geworden“, erkannte der Coach am Ende der Hinrunde gute Fortschritte.

Die Roetgener überwintern zwar auf einem Abstiegsplatz, aber den wollen sie in der Rückrunde schnellstmöglich verlassen. Am 16. Januar stand für die Schwarz-Roten die erste Trainingseinheit nach der Winterpause auf dem Trainingsplan. Wöchentlich sind drei Trainingseinheiten und ein Testspiel angesetzt. „Wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung, und alle bringen die richtige Einstellung mit“, sagte der Coach zufrieden.

Testspiele gibt es gegen VfVuJ Winden und Germania Lich Steinstraß und den FV Vaalserquartier. Gegen den Landesligisten Alemannia Straß war noch ein Testspiel am 18. Februar geplant, jedoch setzten die Spielplaner zu diesem Termin die Nachholpartie der Roetgener bei Concordia Oidtweiler an. „Wir arbeiten dran, dass wir sehr gut vorbereitet in dieses Spiel und in die Rückrunde gehen“, sagte Bernhard Schmitz. Die zweite Nachholpartie des FC 13 gegen den Kellerkonkurrenten Alemannia Mariadorf ist für Donnerstag, 8. März, (Anstoß 20 Uhr) terminiert. Dann steht auch Winterneuzugang Felix Korb zur Verfügung, der in der vergangenen Saison beim SV Breinig im Mittelfeld spielte.

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