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Eicherscheid: Beliebte Schutzhütte drohte abzustürzen

Eicherscheid : Beliebte Schutzhütte drohte abzustürzen

Den „Tag der Arbeit” nahmen sie auf ihre Art beim Wort und machten sich am 1. Mai vereint ans Werk. Die fleißigen Handwerker vom Eicherscheider Eifelverein hatten entdeckt, dass die Schutzhütte „Weisses Kreuz”, beliebtes Etappenziel für Wanderer auf dem Weg Richtung Hammer und Naturfreunde mit herrlichem Ausblick auf das Rurtal und die Widdauer Höhen, offenbar in die Jahre gekommen war.

Das 1963 errichtete, anheimelnde Holzgebäude gehört der Gemeinde Simmerath und ist eine markante Nationalparkstation. Weil es nun regelrecht wegzukippen drohte, half die Eifelverein-Mannschaft ihm wieder auf die Beine.

Unter Einsatz einer mächtigen Zehn-Tonnen-Stockwinde sanierten sie Stück für Stück die einst dicken und nun altersschwachen Stützstempel des Häuschens; sie waren durch die rauhe Eifelwitterung morsch geworden.

Stabile Bahnschwellen, in den Waldboden gerammt, dienen nun auf viele Jahre als unerschütterliches Fundament. Massive Verstrebungen aus Holzstämmen sorgen für dauerhaft zusätzliche Stützen.

„Die Hütte hätte den nächsten Winter nicht überstanden, sie war stellenweise komplett durchgefault und wäre irreparabel zusammengebrochen”, ist Wegewart Alfred Corda, Organisator der „Schutzmaßnahme für eine Schutzhütte”, sicher.

Ahnungslose Nutzer des vielbesuchten Rastplatzes inmitten einmalig schöner Naturkulissen hätten sich, folgert Corda, beim Betreten der Hütte zunehmend in akuter Gefahr befunden.