Nordeifel: Belgische Polizei verstärkt Kontrollen zwischen Konzen und Fringshaus

Nordeifel: Belgische Polizei verstärkt Kontrollen zwischen Konzen und Fringshaus

Schnell fahren macht Spaß. Doch der vergeht schnell, wird man dabei von der belgischen Polizei erwischt. Wer auf belgischem Gebiet zu schnell unterwegs ist, muss ordentlich blechen. Dagegen sind die Knöllchen auf deutschen Straßen Schnäppchen.

Das mussten in den vergangen Wochen auch zahlreiche Eifeler Autofahrer auf der Strecke zwischen Konzen und Fringshaus erfahren. „Die Strecke wird von vielen befahren wie eine Autobahn”, sagt Inspektor Henri Manteau vom Büro für Verkehrssicherheit in der Polizeizone Weser-Göhl. 90 km/h sind erlaubt, aber Manteau und seine Kollegen erwischen dort immer wieder Autofahrer mit 150 Sachen.

„Und wenn auf dieser Strecke Unfälle passieren, gehen sie meist böse aus”, so Manteau. Und das sei auch die Begründung für die verstärkten Kontrollen. Deswegen stehen er und seine Kollegen wieder verstärkt mit der Radarpistole an der B258. Mal werden die Fahrer direkt herausgewunken, mal folgt Post von der belgischen Polizei.

Lukrativ ist diese Kontrolle allemal. „Von drei Autos ist eines viel zu schnell”, berichtet Inspektor Manteau. Wer auf dem Stück zwischen 91 und 100 km/h schnell unterwegs ist, muss 50 Euro blechen. „Danach kommen pro Stundenkilometer fünf Euro hinzu”, erklärt der Polizist. Wer mehr als 31 km/h zu schnell ist, muss mit Bußgeld, Gerichtsverfahren und Fahrverbot rechnen. Wiederholungstäter können doppelt bestraft werden.

„Ein wichtiger Unterschied zwischen Deutschland und Belgien ist, dass wir auch von hinten blitzen dürfen”, erklärt Manteau. Es gelte eine Halterhaftung, die Beweislast liegt beim Autofahrer. Die Praxis zeigt jedoch, dass nicht selten Vergleiche geschlossen werden, wenn ein Deutscher in Belgien zu schnell unterwegs war, auf dem Bild aber nicht zu erkennen ist.

Seit einer Woche ist auch die Blitze am Ende der Himmelsleiter (Münsterbildchen) wieder scharf. Dort mussten die Induktionsschleifen neu verlegt werden. Regungslos bleibt hingegen die Blitze an Fringshaus. Wer zu schnell in Richtung Roetgen unterwegs ist, wird nicht abgelichtet.

Lange war dies der rechtlichen Situation geschuldet, die hat sich aber nun verändert. Trotzdem ist dort bisher nichts passiert, „weil es sich nicht um einen Gefahrenschwerpunkt handelt”, heißt es. Verdienen ließe sich dort aber prächtig.

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