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Befragung zum Thema „Wohnen im Alter“ startet

In Monschau, Roetgen und Simmerath : Befragung zum Thema „Wohnen im Alter“ startet

Die Vorstellung, es gebe im Alter nur die drei Lebensformen „allein“, „bei den Kindern“ oder „im Altersheim“ treffe im Jahr 2019 nicht mehr den Kern der Sache.

Städteregionsrat Tim Grüttemeier stellt fest: „Das Wohnen im Alter wird immer vielfältiger und die Wohnbedürfnisse älterer Menschen sind im Wandel begriffen. Das gilt genauso für größere Städte, wie im ländlich geprägten Eifeler Raum.“ Für die Entwicklung von Monschau, Roetgen und Simmerath sei es zentral, die Anforderungen der älteren Menschen ganz konkret und auf die Ortsteile und Dörfer heruntergebrochen zu kennen. Aus diesem Grund macht das Amt für Inklusion und Sozialplanung der Städteregion Aachen jetzt eine Befragung zum Thema „Wohnen im Alter“ in Monschau, Roetgen und Simmerath.

Die Bedeutung betont der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns: „Von den Ergebnissen erhoffe ich mir, dass wir in Simmerath in dieser wichtigen Angelegenheit noch stärker auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer älteren Menschen eingehen können.“ Ältere Menschen seien heutzutage auch in der Eifel häufiger bereit, im Alter nochmals umzuziehen. Versorgungsaspekte aber auch neue gemeinschaftliche Formen des Zusammenlebens spielten dabei eine zentrale Rolle.

Der 2018 vorgestellte Sozialbericht der Städteregion Aachen habe deutlich gemacht, dass der demografische Wandel und damit das Thema „Wohnen im Alter“ für die Eifel von besonderer Bedeutung ist. Die vielen kleineren Orte, würden Herausforderungen mit sich bringen. Werden die Erwartungen der älteren Bevölkerung an Wohnen, Unterstützung, Nahversorgung und Pflege vor Ort erfüllt? Welche Angebote und Dienstleistungen sind erforderlich und wie können diese an künftige Bedürfnisse der älteren Generation angepasst werden?

Um Antworten auf diese zentralen Fragen zu erhalten, führen die Eifelkommunen gemeinsam mit dem Amt für Sozialplanung und Inklusion der Städteregion Aachen jetzt die breit angelegte Befragung zum Leben und Wohnen der „Generation 60plus“ in der Eifel durch. Ziel sei unter anderem herauszufinden, wie die örtlichen Rahmenbedingungen gestaltet werden können, damit Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrer Kommune leben können. Margareta Ritter, Bürgermeisterin der Stadt Monschau: „Ich erhoffe mir wertvolle Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung der Stadt in diesem wichtigen Themenfeld. Rat und Verwaltung erwarten mit Spannung die Ergebnisse und werden bemüht sein, dieser Analyse soweit möglich sinnvolle Maßnahmen folgen zu lassen.“

Ab dem 29. Juni wird den Haushalten, in denen mindestens eine Person im Alter von 60 Jahren und älter lebt, ein Fragebogen zugestellt. Bis zum 9. August haben die Bürger Gelegenheit, die rund 30 Fragen zu beantworten. Das Ganze dauert zirka 15 Minuten. Die Initiatoren hoffen auf eine rege Teilnahme, um so aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. Der Fragebogen steht zudem auch als Online-Version im Netz und kann unter www.staedteregion-aachen.de/wohnbefragung ausgefüllt werden. Auf der Internetseite sind auch die Datenschutzhinweise hinterlegt.

„Die Befragung erfolgt anonym, und die Angaben lassen keine Rückschlüsse auf einzelne Personen zu“, betont daher auch die zuständige Amtsleiterin Antje Rüter von der Städteregion Aachen. Hermanns, Ritter und auch der Roetgener Bürgermeister, Jorma Klauss bitten alle Bürger, sich an der Befragung zu beteiligen: „Ich hoffe, dass wir eine hohe Teilnahmequote erreichen, denn das ermöglicht es uns, die Leistungsangebote zum Nutzen der älteren Bevölkerung passgenau zu koordinieren und unsere Bürgerinnen und Bürger auch künftig optimal zu unterstützen.“