Nordeifel: Beckenmauer der Rurtalsperre wird verstärkt

Nordeifel : Beckenmauer der Rurtalsperre wird verstärkt

Wenn Wasser aus den Grundablässen der Rurtalsperre Schwammenauel abgelassen werden muss oder die Hochwasserentlastungsanlage in Anspruch genommen wird, schießt das Wasser am Fuß des Dammes in das so genannte Tosbecken, das unmittelbar an das Staubecken Heimbach angrenzt.

Dieses Becken ist so konstruiert, dass das einschießende Wasser seine Energie abbaut, ohne Ausspülungen zu verursachen. Rund 400 Meter unterhalb des Dammes verläuft zwischen dem linken und rechten Ufer des Staubeckens die sogenannte Tosbeckenschwelle, eine Betonmauer, die ein Wasserpolster im Tosbecken zurückhält, wenn im Staubecken Heimbach ein niedriger Staustand vorhanden ist.

Das Wasserpolster dient ebenfalls dazu, die Energie des aus der Talsperre einschießenden Wassers umzuwandeln. Die Tosbeckenschwelle entstand in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts zusammen mit der Talsperre.

Um die Standsicherheit der Mauer für die Zukunft zu sichern, wird sie vom Wasserverband Eifel-Rur jetzt verstärkt. Dazu werden vor und hinter der Tosbeckenschwelle Wasserbausteine in Form einer keilförmigen Sohlgleite aufgebracht, in die die Betonmauer dann eingebettet ist.

Um auch das Tosbecken entleeren zu können, befindet sich nahe dem linken Ufer in der Mauer ein so genanntes Wehrfeld, das derzeit noch mit Holzbalken verschlossen ist und die im Bedarfsfall herausgezogen werden können. Auch dieses Wehrfeld wird im Rahmen der Sicherungsmaßnahmen neu gestaltet; die alten Holzbalken werden durch Verschlussbalken aus Aluminium ersetzt.

Mehrere Wochen Baustelle

Die Baumaßnahme beginnt am Mittwoch und wird sieben bis acht Wochen dauern. Dazu wird der Wasserstand im Staubecken Heimbach vor der Luftseite der Mauer reduziert und das Staubecken Heimbach und der Unterlauf der Rur nur durch Wasser aus der Urfttalsperre über das Kraftwerk in Hasenfeld beschickt. Die Urfttalsperre wurde dazu vorher angestaut.

Die Rurtalsperre wird so lange verschlossen. Das hat zur Folge, dass der Pegelstand der Rurtalsperre während der Bauzeit nicht weiter absinkt oder bei entsprechender Witterung sogar wieder ansteigt.