Nideggen: Beckenbruch wegen mangelnder Fahrpraxis

Nideggen: Beckenbruch wegen mangelnder Fahrpraxis

Dass es sinnvoller gewesen wäre, die Zweiradsaison gut vorbereitet und langsam zu beginnen, musste ein 52-jähriger Motorradfahrer aus den Niederlanden am Sonntagmittag schmerzhaft feststellen.

Gleich in der ersten scharfen Linkskurve, auf der Strecke von Nideggen nach Abenden (L 249), wurde dem aus der Nähe von Maasmechelen kommenden Mann seine Ungeübtheit auf dem Motorrad zum Verhängnis.

Bei nicht mal allzu hoher Geschwindigkeit hatte er, wie er selbst einräumte, beim Durchfahren der Kehre die Hinterradbremse so stark betätigt, dass die Maschine sich aufrichtete und im Scheitelpunkt der Kurve geradeaus weiter fuhr.

Weitere Bremsversuche hatten dann einen Sturz zur Folge, bei dem Fahrer und Motorrad über den Asphalt rutschten. Während an der Maschine nur ein geringer Schaden entstand, sind die Folgen für den Niederländer, der sich das Becken gebrochen hat, doch so einschneidend, dass er die nächste Zeit im Krankenhaus verbringen muss.

Die Polizei appelliert an alle Motorradfahrer, die Zweiradsaison bewusst sehr vorsichtig und verhalten zu beginnen. Inzwischen seien es längst nicht mehr nur die „jungen Wilden“, die sich bei Zweiradunfällen schwerwiegende Verletzungen zuziehen. Insbesondere auch die Kategorie der „Wiedereinsteiger“, also Kradfahrer, die zum Teil erstmalig nach Jahrzehnten wieder auf eine Maschine steigen, sollten sich bestmöglich auf eine Ausfahrt vorbereiten, damit diese nicht böse ende. Dazu könnten auch spezielle Sicherheitstrainings für Motorradfahrer einen wertvollen Beitrag liefern.

(red/pol)
Mehr von Aachener Zeitung