Monschau: Baustelle und Ferien kollidieren

Monschau: Baustelle und Ferien kollidieren

Als die Baufirma in der zweiten Osterferienwoche damit begann, auf der Rurbrücke am evangelischen Gemeindehaus Warnbaken zur Einrichtung einer Baustelle aufzustellen, sah Jürgen Zishart rot.

Der Wirt des Hotels Horchem ärgert sich schwarz, dass ausgerechnet in den Osterferien mitten in der Monschauer Altstadt eine Baustelle eingerichtet wird. „Das ist eine Katstrophe für den Tourismus“, schimpft der Hotelier, der seinem Ärger auch schon bei der Stadtverwaltung Luft machte.

Wenig glücklich über die Baustelle zum jetzigen Zeitpunkt ist auch Bürgermeisterin Margareta Ritter, „aber wir haben uns dazu durchgerungen, umgehend mit der Maßnahme zu beginnen, sobald die Genehmigung vorliegt.“

Dass eine solche Baustelle immer eine Belastung darstellt, ist der Bürgermeisterin bewusst. Wäre man aber in den Mai gegangen, hätte es bestimmt auch Kritik gegeben, denn mit seinen vielen Brückentagen sei auch dieser Monat bei Touristen sehr beliebt.

Die Fortführung der Gasversorgung für die Altstadt ist der Grund für die Baumaßnahme. Gerne, so die Bürgermeisterin, wäre man früher mit den Bauarbeiten gestartet, aber insbesondere das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren habe sich in die Länge gezogen. Die Gasleitung wird unter die Rurbrücke gelegt. Daher bedarf es zweier Kopflöcher, die noch für einige Tage eine halbseitige Straßensperrung im Brückenbereich zur Folge haben. Danach wird unter der Brücke gearbeitet.

(P. St.)
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