Nordeifel: Baulandpreise: Schnäppchen in Widdau, teures Gut in Roetgen

Nordeifel: Baulandpreise: Schnäppchen in Widdau, teures Gut in Roetgen

In der Region Eifel/Rur ist das Bauland besonders günstig. Das zumindest besagt der Immobilenbericht des nordrhein-westfälischen Innenministeriums. Im Schnitt kostet der Quadratmeter hier 105 Euro. Nur in Ostwestfalen/Lippe und im Sauer- und Siegerland können künftige Häuslebauer noch günstigeres Bauland erwerben. Aber dorthin möchte der Eifeler für gewöhnlich nicht umsiedeln.

105 Euro ist der berechnete Eifel/Rur-Durchschnitt aus allen Werten - auch in den drei Nordeifel-Kommunen variiert der Wert des Baulandes deutlich.

Wer günstiges Bauland sucht, muss möglichst weit weg von Aachen und von großen Einkaufszentren ziehen. Wie in den Vorjahren fällt der Preis mit der Entfernung von der Großstadt und mit der Distanz zwischen Grundstück und größeren Einkaufsmöglichkeiten, wie es sie in Simmerath oder Imgenbroich gibt. Das zeigen die Bodenrichtwerte des Gutachterausschusses der Städteregion, der jährlich die Daten des Vorjahres auswertet und daraus die Richtwerte festsetzt.

Schlusslicht ist mit 30 Euro pro Quadratmeter Bauland das Dörfchen Widdau, in der Gemeinde Simmerath gibt es für 35 Euro pro Quadratmeter in Dedenborn, Hammer und Erkensruhr das günstigste Bauland. Hirschrott ist in der Tabelle des Gutachterausschusses nicht einmal aufgeführt. Ist das Bauland dort etwa kostenlos?

Spitzenreiter in der Gemeinde Simmerath ist Lammersdorf mit 95 Euro, im Stadtgebiet Monschau liegen die wertvollsten Grundstücke in Imgenbroich (90 Euro). In diesen beiden „teuersten Pflastern” sind in den vergangenen Jahren viele neue Häuser entstanden. Das hat die Preise getrieben, so dass Lammersdorf schon vor einigen Jahren den Hauptort der Gemeinde, Simmerath, (90 Euro) eingeholt hat.

Doch im Vergleich zum Bauland in der Gemeinde Roetgen sind das alles Schnäppchen. Der Bereich in Roetgen südlich der Vennbahn hat den „Aachener Vorort” Rott vom Thron gestoßen. Dort gibt es den Quadratmeter für satte 155 Euro. In Rott und den anderen Teilen Roetgens werden 150 Euro fällig. Immerhin 130 Euro kostet ein Stückchen Bauland in Mulartshütte.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Werte in den drei Kommunen allerdings kaum verändert. In Woffelsbach und Rurberg ist der Quadratmeterpreis um fünf Euro auf 75 Euro gestiegen, in Kalterherberg dagegen um fünf Euro auf 45 Euro gesunken. Rott ist fünf Euro billiger geworden, Roetgen südlich der Vennbahn fünf Euro teurer. Die übrigen Werte haben sich nicht verändert.

Diese Konstanz gilt auch für die Quadratmeterpreise der gewerblich genutzten Flächen in den drei Nordeifel-Kommunen. Für die Gewerbegebiete In den Bremen, Völlesbruchstraße und Jägerhausstraße betragen die Kosten 20 Euro pro Quadratmeter, in Roetgen kosten die gewerblich genutzten Flächen 45 Euro, in Imgenbroich und Konzen 25 Euro.