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Lammersdorf: Bauernmuseum: Das harte Landleben vor 100 Jahren entdecken

Lammersdorf : Bauernmuseum: Das harte Landleben vor 100 Jahren entdecken

Mit 40 Jahren war man damals schon ein alter Mann, weil die Arbeit so hart und manche im Alter krank waren. Nur wenige Leute erreichten ein „hohes Alter” von 50 Jahren, die Durchschnittsgröße betrug nur etwa 1,60 Meter. Die Rede ist vom Leben einer durchschnittlichen Bauernfamilie um die Jahrhundertwende.

Wie die Vorfahren

Um diese Lebensweise besser darstellen zu können, gibt es das Bauernmuseum in Lammersdorf. Das alte Fachwerkhaus in der Bahnhofstraße wurde genauso eingerichtet, wie es unsere Vorfahren wohl auch getan hätten. Am Sonntag fand bei traumhaften Sonnenschein das alljährliche Museumsfest statt, das wegen des 25-jährigen Jubiläums des Vereins für Heimatgeschichte und Dorfkultur Lammersdorf in diesem Jahr entsprechend groß ausfiel.

Der Platz, den die gesamte Bahnhofstraße zu bieten hatte, wurde mit einem Fahrradparcours, einer großen Bühne, Bierwagen, Essensständen und dazu zahlreichen Sitzgelegenheiten voll ausgeschöpft.

„High School Musical”

Doch auch die oberhalb liegende Wiese wurde für die Attraktionen komplett in Beschlag genommen. Und das war wegen der zahlreichen Besucher auch nötig. Die Auswahl an attraktiven Spiel- und Unterhaltungsgeräten für Kinder zum Fühlen, Toben, Spielen und Lernen war groß: Während oben Karussell gefahren werden konnte, Trampolinspringen, Kinderschminken und zahlreiche andere Spiele für Groß und Klein stattfanden, konnte man auf der Bühne ein buntes Programm verfolgen. Zuerst verzauberte die liebe Waldhexe Magica Nathalia die kleinen Zuschauer, danach unterhielt der Musikverein Konzen das Publikum, bis dann die Tanzschule Aretz unter Leitung von Lisa Thomas das „High School Musical”, einen amerikanischen Musical-Film der Walt Disney Company, tanzte.

Aus Rot mach Brot

Unterstützung gab es auch aus dem eigenen Dorf, die „Laimischer Fünkchen” präsentierten ihren Tanz, anschließend konnten dann noch Bauchtänzerinnen bewundert werden. Doch neben den zahlreichen Unterhaltungsmöglichkeiten gab es vielerlei sehr traditionelle Beschäftigungen, wie zum Beispiel das Backen im hauseigenen Backofen. Ebenfalls konnte beim Töpfern oder Spinnen zugeschaut werden.

Früher gehörte ein Spinnrad zur Brautausstattung,und das Spinnen war ein gesellschaftlicher Mittelpunkt. Doch heute kann nur noch ein Bruchteil der Bevölkerung dieses nützliche Gerät bedienen. Auch die Aktion „Aachener Kindern den Tisch decken”, ein Hilfsprojekt der Aachener Zeitung, wurde unterstützt. Mit dem Slogan „Aus Rot machen wir Brot” wurde um das überschüssige Rotgeld im Portemonnaie der Besucher gebeten, der Verein wird am Schluss dann sogar noch auf den nächsten Hunderter aufrunden.

Ob süß oder herzhaft - mit Crpes, Waffeln, Eis, Bratkartoffeln oder frisch Gegrilltem, Pommes oder Trevel war für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt.

Unterstützt wurde der Verein während des ganzen Tages unter anderem vom THW, der Feuerwehr und dem Karnevalsverein.