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Roetgen: Bauarbeiten an der B258 ziehen sich in die Länge

Roetgen : Bauarbeiten an der B258 ziehen sich in die Länge

Langsam schiebt sich der Lkw die kleine Himmelsleiter Richtung Fringshaus hinauf, hinter dem Wagen staut sich der Verkehr auf der durch zahlreiche Baken eingeengten B258. Die Kanalbauarbeiten in Roetgen sowie zwischen der Ortschaft und Fringshaus verlangen den Autofahrern bereits seit Monaten viel Geduld ab - und das werden sie voraussichtlich noch bis Mitte August.

So lange soll es nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau noch dauern, bis die B258 wieder uneingeschränkt zu befahren ist. Für viele sicherlich unverständlich, haben die Arbeiten doch bereits im Februar diesen Jahres begonnen.

Ursprünglich hatte man beim Landesbetrieb auch geplant, bis zum Sommer mit den Bauarbeiten fertig zu sein, aber dann sei man in die Ferien hinein gerutscht, so Matthias Bächler, der stellvertretende Leiter der Regionalniederlassung Ville-Eifel.

„Wir hatten sehr lange Ausfallzeiten wegen des schlechten Wetters”, gibt er zu bedenken. Erschwerend sei jetzt hinzu gekommen, dass auch bei der Baufirma Ferienzeit ist. „Da haben die auch Personalprobleme.”

Die Arbeiten hätten sich zudem als sehr langwierig und schwierig erwiesen: „Der Kanalbau geht bis zu vier Metern in die Tiefe”, gibt Bächler zu denken.

Neben der Erneuerung des Entwässerungskanals wird gleichzeitig die Fahrbahn saniert und es werden neue Bushaltestellen errichtet. „Die ganze Ortsdurchfahrt wird von oben bis unten neu gebaut”, sagt Matthias Bächler.

Der Kanalbau zieht sich bis nach Fringshaus hinauf. Gerade der etwa ein Kilometer lange Bauabschnitt zwischen Roetgen und Fringshaus ist für viele ein Stein des Anstoßes: Obwohl dort schon seit Monaten der Mehrzweckstreifen abgesperrt ist und der Verkehr in beide Richtungen nur einspurig verläuft, sind keinerlei bauliche Maßnahmen, geschweige denn ein Fortschritt zu erkennen.

Lediglich einige Rohre liegen am Anfang der Strecke und geben Anlass zur Vermutung, dass dort einmal tatkräftig zu Werke gegangen werden soll. Laut Matthias Bächler geschieht das schon seit Beginn der Arbeiten: „Die Baufirma hat immer wieder, wenn sie in Roetgen nicht weiter kam, auf dem anderen Stück gearbeitet.”

Aus Sicherheitsgründen

Die weitläufige Absperrung mit Baken sei aus Sicherheitsgründen notwendig. „Wir können nicht bei jedem neuem Bauabschnitt eine neue Markierung machen, das wäre für den Verkehr noch viel schlimmer.”

Dass man von Arbeiten im Bereich der kleinen Himmelsleiter allerdings nichts sehen kann, veranlasst Roetgens Bürgermeister Manfred Eis dagegen zu der Vermutung, dass für diesen Abschnitt überhaupt keine Baumaßnahmen vorgesehen seien. „Es sieht für mich eher so aus, als ob die Strecke im Moment als Lagerplatz für Baumaterial genutzt wird”, sagt der Bürgermeister.

Beschwerden über die Beeinträchtigung des Verkehrs sind dem Bürgermeister jedoch noch keine zu Ohren gekommen. Lediglich die Umleitung innerhalb Roetgens zu Beginn der Sommerferien habe bei vielen Anwohnern zu Unmut geführt. „Die Anwohner in den Anliegerstraßen haben sich gestört und belästigt gefühlt.”

Manfred Eis zeigt Verständnis für die Reaktionen der Roetgener: „Es war nicht schön, aber wir haben alle einen Nutzen davon, wenn unsere Straßen in einem guten Zustand sind.”

Zudem sorge die Verengung der Fahrbahn zwischen Roetgen und Fringshaus dafür, dass auf dem Abschnitt, der viele dazu verleitet aufs Gas zu treten, die Verkehrsregeln eingehalten werden. „Die fahren da manchmal wie die Kamikazeflieger, aber jetzt geht es auf einmal”, schätzt Bürgermeister Eis den erzieherischen Wert der Straßenführung.

Diese sei für die Autofahrer auch gar nicht mit so großen Einschränkungen verbunden, meint Matthias Bächler. „Es sind zwei Fahrstreifen vorhanden und der Verkehr fließt flüssig.”

Problematischer sei da schon die Ampel an der Ortseinfahrt: „An der Ampel staut es sich.”

Mit den Ampeln müssen die Autofahrer noch bis Mitte August leben, zwischenzeitlich wird die Ampel von der Ortseinfahrt zur -ausfahrt Richtung Aachen wechseln. Matthias Bächler: „Nach den Sommerferien wollen wir komplett feritg sein, um die vier Wochen brauchen wir noch.”

Aber einen Trost hat Bächler für die geplagten Verkehrsteilnehmer: „Wenn wir fertig sind haben die Autofahrer eine niegelnagel neue und klasse Straße.”