Vogelsang: Bau der Jugendherberge Vogelsang startet erst 2013

Vogelsang: Bau der Jugendherberge Vogelsang startet erst 2013

Der ursprünglich für 2011 geplante Neubau bzw. die Eröffnung der geplanten Jugendherberge in Verbindung mit einem Jugendwaldheim auf dem Gelände Vogelsang verzögert sich.

Grund sind laut Angaben des Jugendherbergsverbandes in Düsseldorf offensichtlich Zuständigkeitsänderungen bei der Landesregierung und die gestiegenen Kosten. Der Baubeginn sei nun im Herbst dieses Jahres geplant und die Eröffnung für 2013 vorgesehen.

Nachdem zunächst in ersten Kostenschätzungen von rund zehn Millionen Euro für beide Bauvorhaben die Rede war, geht man zwischenzeitlich von einem Volumen von bis zu 14 Millionen Euro aus, da nun klar ist, dass vor allem das Jugendwaldheim teurer wird.

Die beiden Bauvorhaben werden seitlich des von den ehemaligen belgischen Nutzern als „Redoute” bezeichneten früheren Krankenhauses entstehen. Hierbei sind in der Altbausubstanz der vorgenannten „Redoute” die Gemeinschaftsräume (z.B. Küche und Speisesaal) von Jugendherberge und Jugendwaldheim geplant. Die Neubauten sollen als Bettenhäuser von Jugendherberge und Jugendwaldheim dienen, wobei diese drei Bauten in den Untergeschossen dann miteinander verbunden sind.

Überwiegend Holz wird im übrigen als Baumaterial für die beiden Anbauten verwendet. Im zweigeschossigen Bettenhaus der Jugendherberge werden nach Fertigstellung 200 Betten und im eingeschossigen Anbau des Jugendwaldheimes 70 Betten zur Verfügung stehen. Nach Fertigstellung der Bauprojekte wird es auf dem Vogelsanggelände erstmals Übernachtungsmöglichkeiten im großen Stil geben.

Mehrtagesangebote möglich

Mehrtagesangebote im Rahmen der Akademie Vogelsang sind dann gleichfalls möglich. Durch die zu erwartenden Gäste der Neubaumaßnahme, die die Funktion einer internationalen Begegnungsstätte erfüllen soll, „wird natürlich auch eine deutliche Belebung des großen Areals erfolgen. Ein weiterer positiver Effekt sind ohne Zweifel die neu entstehenden Arbeitsplätze”, betont Björn Troll von Vogelsang ip.

Die „Redoute” als Zentralgebäude des neuen Komplexes wurde im übrigen 1936/37 als Wohnheim für das nicht in der Region wohnende weibliche Hilfspersonal erbaut. Ein Jahr später entstand dann hier eine Krankenstation mit einem „Burgarzt” und Pflegepersonal.

1941 wurde dieses Krankenrevier dann gegen den Willen der zuständigen Medizinalbehörde in ein allgemeines Krankenhaus mit 32 Betten umgewandelt. Ab 1942 gab es dort auch eine Entbindungsstation, in der vor allem Frauen aus den durch den Krieg gefährdeten Großstädten Aufnahme fanden. Nach der Übernahme durch das belgische Militär wurde die „Redoute” als Unterkunftsgebäude und als Offizierskasino genutzt.