Simmerath: Bald „Wasser Marsch“ am Sportplatz der Hansa Simmerath

Simmerath: Bald „Wasser Marsch“ am Sportplatz der Hansa Simmerath

Planung ist die halbe Miete, so dass es eigentlich verwundert, dass es bisher auf dem im vorigen Jahr neu eingeweihten Kunstrasenplatz der Hansa Simmerath am Kranzbruchvenn kein fließendes Wasser gab. Dies wird sich jedoch ändern.

Dank des ehrenamtlichen Einsatzes des „Rentnerbauteams“ der Hansa Simmerath mit Erwin Finken, Norbert Brewer, Rolf und Kurt Stollenwerk wird bald Wasser am Sportplatz sprudeln. Um dieses Ziel zu erreichen, legte sich das Quartett ins Zeug und verlegte unter der planerischen Leitung des Ortskartellvorsitzenden Erwin Finken eine Wasserleitung auf einer Länge von rund 100 Metern.

„Mit den Arbeiten haben wir vor vier Wochen begonnen“, erklärte Finken zum erbrachten Kraftakt gegenüber unserer Zeitung und ergänzte, „wobei uns beim Ausheben des immerhin fast 100 Meter langen Grabens Stephan Braun mit entsprechendem Gerät geholfen hat“. Dabei führt der Graben vom vorhandenen Wasseranschluss neben dem SimmBad an der Walter-Bachmann-Straße rund um den Schwimmhallenkomplex bis auf den Kunstrasenplatz.

Im Rahmen der Bauarbeiten musste auch ein Stück gepflasterter Fläche aufgerissen werden, „das wir jedoch nach Verlegung des Wasserrohrs wieder hergerichtet gepflastert haben“, so Norbert Brewer. Natürlich habe man die Trasse der Wasserleitung nicht nach eigenem Gutdünken verlegt, so Finken zu den planerischen Vorarbeiten und der diesbezüglichen Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. „Wir haben die Trasse aber siebenmal ändern müssen“, erklärte Finken, der erst kürzlich von Bundespräsident Gauck für über 50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet wurde. Ergänzend fügte er in diesem Zusammenhang kritisch hinzu: „Ehrenamtliche Arbeit sollte nicht durch die Verwaltung erschwert werden.“

Laut Erwin Finken muss nun noch am Wasseranschluss neben der Schwimmhalle ein entsprechender Schacht ausgehoben werden, bevor es dann endlich mit dem wasserlosen Zustand auf dem Sportplatzgelände vorbei ist. Ortskartellvorsitzender und Alt-Hanseat Finken merkte hierzu an: „Nachdem wir auf unserer alten Sportanlage, der Josef-Jansen-Sportstätte, neben Wasser und Strom alles hatten, haben wir hier nun auf eigene Kosten die Wasserleitung gelegt, um den Zustand zu bekommen, den man uns genommen hat.“

Jetzt kann künftig beispielsweise das Wasser für die Kaffeemaschine frisch gezapft werden. „Das musste bisher immer im Kanister hierher mitgebracht werden“, erklärt Norbert Brewer. Darüber hinaus wird immer wieder Wasser zum Reinigen der Lauf- und Sprungbahn benötigt, das ebenfalls bisher immer herangekarrt werden musste. Brewer: „Wenn der Wasseranschluss fertig ist, wird das für alle eine Erleichterung sein.“ Der vierköpfige Rentnerbautrupp der Hansa ist im übrigen wöchentlich ein bis dreimal auf dem Kunstrasenplatz im Einsatz. Momentan ist man dabei die „Trainerhäuschen“ zu errichten. Da Erwin Finken über die Einsatzstunden genau Buch führt, weiß er natürlich auch genau, dass man seit September 2013 über 2700 Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet hat.

(ho)