B 258 in Roetgen wird ausgebaut

Straße wird ausgebaut : Dritte Spur auf B258 zwischen Willemslägerweg und Fringshaus

An der Bundesstraße 258 in Roetgen soll zwischen dem Willemslägerweg und Fringshaus eine dritte Fahrspur ausgebaut werden.

Statt wie bisher zwei Spuren inklusive Kriechspuren soll dann die Strecke in Richtung Fringshaus zweispurig und die von Fringshaus nach Roetgen einspurig werden. Die Maßnahme hat Projektleiter Arnd Meyer vom Landesbetrieb Straßen.NRW am Dienstag im Bauausschuss vorgestellt.

Kurz nach der letzten Bebauung im Ort nahe der Einmündung zum Willemslägerweg soll die Spur in Richtung Fringshaus ausgeweitet werden. Eine Fahrbahn mit der Breite von 3,5 Metern und eine mit 3,75 Metern sollen entstehen. Die Kriechspur fällt weg. Genauso wie auf der Gegenfahrbahn, deren einzelne Spur ebenfalls 3,5 Meter breit werden soll. 2,5 Millionen Euro wird der Ausbau, den der Bund finanziert, voraussichtlich kosten. Die Baumaßnahme werde auf Betreiben der Roetgener Bevölkerung, Verwaltung und des ehemaligen Städteregionsrats Helmut Etschenberg vorgenommen.

„Wir unterstützen die Maßnahme sehr“, sagte dazu Bürgermeister Jorma Klauss. Die Autos seien breiter als früher. Und es habe in der Vergangenheit wegen der Kriechspuren den ein oder anderen Unfall oder Beinahe-Unfall gegeben. „Deshalb ist es gut, wenn es eine Spur gibt, die breit genug ist, um sicher zu überholen“, sagte er. Derzeit gebe es dazu nämlich keine Möglichkeit zwischen der Himmelsleiter und Monschau.

Um die Straße zu verbreitern, hatte der Bund der Gemeinde einige Quadratmeter Land am Rand der Straße abgekauft.

Die Hecke, die am Rand der Fahrbahn im Zuge der Maßnahme kürzlich entfernt worden war, wird zum Ausgleich einige Meter weiter ersetzt. Der Radweg wird mit einer Breite von 2,5 Metern etwas nach außen verlegt. Eine Schutzplanke wird zwischen Radweg und Straße installiert. Die Fahrbahnteiler in der Mitte der Straße bleiben erhalten. Während der Arbeiten wird auch direkt das Entwässerungssystem am unteren Ende der Strecke saniert — ebenso wie die Fahrbahndecke im Bereich der Kreuzung an Fringshaus, deren Führung unverändert bleibt.

Der Ausbau soll rund drei Monate dauern. In jede Richtung soll eine Fahrbahn der B 258 während der Maßnahme dauerhaft befahrbahr sein. Nur tageweise müssten Baustellenampeln eingerichtet werden, um Kanalquerungen und Kleintierdurchlässe zu installieren. Auch bei den Arbeiten an der Entwässerungsanlage müsste kurzzeitig die Straße gesperrt werden, so dass auch hier eine Ampel temporär nötig sei, so Meyer.

Das Thema Entwässerung sorgte bei der PRB-Fraktion für Kritik. Es gebe keine Rückhaltung im Falle eines Ölunfalls und für Tausalze et cetera, bemängelte Bernd Vogel. Das Wasser werde ungefiltert in den Kanal geleitet, sagte er. Meyer betonte, dass geltendes Recht bei den Planungen eingehalten worden sei. Die befestigte Fläche werde nicht sonderlich vergrößert und die Wassermenge nur minimal zunehmen. Das Entwässerungssystem entspreche den Standards.

Im Zuge des Ausbaus wird auch die Fahrbahndecke an der Bundesstraße 399 nach Lammersdorf saniert. Dazu muss sie ab Fringshaus vollgesperrt werden. „Wir sind gerade in der Ausschreibungsphase und mit der Straßenverkehrsbehörde, den Ordnungsämtern, der Polizei und dem ÖPNV im Gespräch wegen des Zeitpunktes und einer möglichen Umleitung“, sagte Meyer dazu. Die Sperrung werde vermutlich innerhalb der Ferienzeit eingerichtet. „Wenn die Straße nach Lammersdorf gesperrt ist, sollte verhindert werden, dass der Verkehr über die Hahner Straße umgeleitet wird“, betonte Klauss. Denn diese Strecke sei für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen nicht geeignet.

Laut aktuellen Planungsstand soll der Ausbau Ende Mai oder Anfang Juni losgehen, die Vollsperrung würde dann voraussichtlich in die Sommerferien fallen.

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