Ausstellung im Nationalparktor Rurberg

Ausstellung im Nationalparktor : Udo Bongard ist der Natur auf der Spur

Kunst und Natur zu verbinden und dadurch der Naturmalerei wieder mehr Bedeutung zu verleihen ist ein Ziel, dass der Maler Udo Bongard aus Steckenborn mit seinen realistischen Tier- und Landschaftsgemälden verfolgt.

Seine Werke wecken Emotionen und machen Lust auf Natur. Die ansprechenden Bildthemen sind so wirklichkeitsnah wiedergegeben, dass man vergessen könnte, nicht ein wirkliches Naturerlebnis zu genießen.

Die Umsetzung von erlebter und ursprünglicher Natur verdichten und kulminieren sich zu den überzeugenden Tierstücken, die dem Besucher die wild lebenden Tiere in ihrer Gänze und Schönheit vor Augen führen. In seinen Werken reflektiert der „Wildlife Artist“ den Artenreichtum der Eifel mit all seinen Facetten. Ein Fuchs auf der Lauer, ein Roter Milan auf dem Ansitz oder eine Wildkatze im Schnee – in den Bildern von Udo Bongard werden sie lebendig und wirken fast dreidimensional. Dies kommt vor allem durch die extrem filigrane Malweise des Autodidakten, bei der jedes noch so kleine Detail wiedergegeben, ja sogar gestaltet wird.

Trotz der großen Detailliertheit zeigen die Bilder lockere, gekonnt gesetzte Pinselstriche und „bewegte“ Farbe, das heißt dynamisch aufgetragene, farbkräftige Farbflecken „an der richtigen Stelle“. Diese geben nicht allein die Gegenstandsfarbe der Objekte wieder, sondern modellieren diese im Auge des Betrachters förmlich aus Licht. Wenn er malerisch vereinfacht, dann nur dort, wo eine undeutliche Abbildung auch in unserer visuellen Wahrnehmung vorkommt: Wenn etwa flirrende Luft oder Nebel den Hintergrund unscharf abbildet oder die Lichtbrechung des Wassers die Formen der Tiere und Objekte optisch verzerrt. Die zunehmend bedrohten Tiere bringt er in atmosphärischen Umgebungen und Stimmungen dem Betrachter näher und schärft somit den Blick für frei lebende Tiere in ihrer natürlichen Umgebung.

Im Nationalparktor in Rurberg werden rund 40 seiner neueren Ölgemälde gezeigt. Die Ausstellung ist an den ersten drei Adventswochenenden samstags von 14 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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