Ausstellung der Hauskrippenbauer in Höfen

Mit viel Liebe zum Detail : Krippenbauer als Botschafter der guten Nachricht

Im Verein „Hauskrippenbauer Monschauer Land e.V.“ wurde seit dem Frühjahr fleißig und fantasievoll gebaut; nun kann man in der Höfener Grundschule die kunstvoll gefertigten Krippen bewundern.

Zur Eröffnung der Ausstellung begrüßte der Vorsitzende, Reinhold Schmitz, am Samstag die ersten Gäste. Er bedankte sich bei allen Krippenbauern und bei allen, die sie unterstützt haben; so nannte er Therese Theißen, die die Räumlichkeiten ihrer ehemaligen Schreinerei zur Verfügung gestellt hatte. Auch gingen Dankesworte an die Bürgermeisterin und die Schulleiterin, Gertrud Faymonville, die hier die Nutzung der frisch renovierten Räume für die Ausstellung gestatteten. Reinhold Schmitz wies auf ein großes Projekt im nächsten Jahr hin: Wenn im Januar 2020 in Aachen der Weltkrippenkongress stattfindet – die größte und bedeutendste Veranstaltung für Krippenbauer -, wollen die Hauskrippenbauer Monschauer Land im Aukloster in Monschau eine große Ausstellung „von höchster Qualität“ zusammentragen.

Heinz Mertens, Höfens Ortsvorsteher, wies auf die lange Tradition des Krippenbaus und der Darstellung von Jesu Geburt hin; er sagte herzlichen Dank für die handwerklich kunstvolle Arbeit der Krippenbauer, die diese Ausstellung ermöglichen.

„Eine gute Nachricht geht seit 2000 Jahren durch die Menschheit“, sagte Pastor Friedrich Hack, „diese wird dargestellt in vielerlei Art, durch Malerei und Musik und durch den Bau von Krippen.“ Er sah in den Krippenbauern „Boten, die die gute Nachricht weitergeben“ und segnete die Krippen und die Anwesenden.

Zum Flötenspiel von Monika und Angelika Fritzsche sangen alle „Oh, du fröhliche“ und „Zu Bethlehem geboren“. Die Geschäftsführerin des gastgebenden Vereins, Marion Fortain, bedankte sich bei Reinhold Schmitz, der die Krippenbauer während der ganzen Zeit „so charmant“ begleitet habe, und bei seiner Gattin Martina. Sie wünschte dem ganzen Team „jetzt mehr Muße und Ruhe, dass wir uns auf das eigentliche Thema konzentrieren, wofür wir arbeiten.“

Beim Rundgang fallen die unterschiedlichsten Krippen ins Auge, alle mit viel Liebe zum Detail gebaut. Reinhold Schmitz bezieht sich auf die Überlieferung, dass das Jesuskind in einem Stall in Bethlehem geboren sei, und baut gern orientalische Krippen mit Säulen und Gewölben, die eine Schlichtheit ausstrahlen, die die Armut spüren lassen und deren Figuren eher arabisch gekleidet sind. „Heimatlich“ oder „tirolerisch“ nennt er die Krippen mit Fachwerk, mit viel Holz, Schindeldächern oder bemoostem Grasdach. Allen ist gemeinsam, dass die Proportionen stimmen, dass eine ausgeklügelte Planung vorausging und ungezählte Stunden akribischer Arbeit nötig war.

Neuerdings hat sich ein Krippenbauer aus Belgien dazu gesellt, seine Krippe im traditionellen Stil mit schönen Figuren ist ebenfalls ein Blickfang. Dann fällt eine ganz besonderes Exemplar auf: Sie befindet sich in einem Buch und ist entstanden, indem die weißen Seiten zurechtgefaltet und -geschnitten wurden – sehenswert. Oder ein altes Krippenrelief aus dem Jahre 1850, aus Meerschaum gefertigt. Es gibt Krippen, für die man viel Platz braucht, aber auch solche, die in einen Krug oder in ein Laterne passen.

Nur selten trennt sich ein Krippenbauer von seinem mit unendlicher Geduld und Hingabe gearbeiteten Unikat. „Ich baue nun seit 20 Jahren Krippen und habe lediglich zwei abgegeben“, erzählt Reinhold Schmitz.

Die wertvollen Exponate sind in der Grundschule Höfen zu folgenden Zeiten zu besichtigen: am kommenden Samstag und Sonntag, jeweils von 13 bis 17 Uhr, dann vom 26.12. bis 06.01. täglich von 13 bis 17 Uhr.

(ale)