Monschau: Ausstellung: Das Verborgene sichtbar machen

Monschau: Ausstellung: Das Verborgene sichtbar machen

„Jedem seine Wirklichkeit“ — gerne zitierte Herbert List den italienischen Schriftsteller Luigi Pirandello, wenn er über seine Fotografien sprach. Während List in der Fototechnik die Aufgabe sah, die Realität und die Geschehnisse abzubilden, spielte für ihn das Sichtbarmachen des Verborgenen eine wesentliche Rolle.

Arbeiten des bekannten Fotografen sind in Kürze in der ersten Ausstellung des Jahres im Monschauer KuK, Rurstraße, zu sehen.

List wollte das Magische hinter der Realität erforschen. Einfache Gegenstände, Puppen und Masken, Indizien einer surrealistischen Methode gestaltete er zu bizarren Stillleben, in denen die Grenzen von Wirklichkeit und Traumbildern zu verwischen scheinen. Lists Arbeiten haben Fotografen wie Herb Ritts und Robert Mapplethorpe geprägt.

Die Ausstellung „The Magical in Passing“ umfasst 122 Arbeiten: Von der Mythologie Griechenlands bis zu Aufnahmen aus dem Deutschland-Italien-Tagebuch (1930-1961). Das Werk des Fotografen ist breitgefächert, auch die Prominentenporträts, die List seit den späten 1940er Jahren anfertigte: Er fotografierte Stars wie Marlene Dietrich und Anna Magnani, besuchte Pablo Picasso im Atelier und den Schriftsteller Paul Bowles in Tanger.

Die Vernissage findet am 12. Februar, um 12 Uhr mit einem Grußwort von Städteregionsrat Helmut Etschenberg statt. An der Ausstellungseröffnung nehmen auch Andréa Holzherr (Global Exhibitions Director, Magnum Photos) und Peer-Olaf Richter (Leiter des Herbert List Nachlasses) teil.

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