Monschau: Ausgeglichen: Flüchtlinge kosten Monschau nur 2719 Euro

Monschau: Ausgeglichen: Flüchtlinge kosten Monschau nur 2719 Euro

Die Unterbringung und Versorgung der aktuell 146 Flüchtlinge, die der Stadt Monschau zugewiesen wurden, kostet die Stadt im Jahr 2015 anteilig nur 2719 Euro. Insgesamt liegen die Kosten bei 516.263 Euro.

Das hat die Verwaltung am Dienstag dem Haupt- und Finanzausschuss mitgeteilt. Aufgrund des Inkrafttretens des geänderten Flüchtlingsaufnahmegesetzes erhält die Stadt Monschau eine Zuweisung des Landes in Höhe von 310.490 Euro. Hinzu kommt eine pauschale Sonderzahlung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Höhe von 54.331 Euro. Der Bund stellt 319.072 Euro zur Verfügung. Insgesamt ergibt das eine Summe von 683.893 Euro. Davon müssen die Zahlungen der ersten drei Jahresquartale in Höhe von 170.349 Euro abgezogen werden. Damit ergibt sich im vierten Quartal für die Stadt Monschau ein Gesamtzuschuss von 513.544 Euro.

Den Zuschüssen von Land und Bund stehen hochgerechnet Aufwendungen in Höhe von 809.000 Euro gegenüber. Davon müssen bisherige Einnahmen in Höhe von 355.130 Euro abgezogen werden. Das ergibt eine Summe von 453.870 Euro. Zu dieser Summe müssen noch Personalkosten in Höhe von 62.393 Euro hinzu gerechnet werden. Insgesamt kommen so Kosten in Höhe von 516.263 Euro zusammen. Zieht man die Zuschüsse von Land und Bund davon wieder ab, bleiben unter dem Strich 2719 Euro an Kosten, für die die Stadt Monschau aufkommen muss.

„Das ist keine geschönte Zahl. Wir haben uns bemüht, sehr seriös zu schätzen“, sagte der allgemeine Vertreter der Bürgermeisterin, Hermann Mertens in der Sitzung. Bürgermeisterin Margareta Ritter erklärte, der Bund erkenne an, was vor Ort geleistet werde. Die Kommunen hätten sich als starke Partner erwiesen. Micha Kreitz (CDU) sagte, man habe die Unterstützung schon jahrelang gefordert. „Dieser Forderung haben Bund und Land nun mit langer Verzögerung Rechnung getragen.“

(ag)
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