Aus der Natur unserer Heimat: die Sumpfmeise

Aus der Natur unserer Heimat : Die Sumpfmeise überwintert im Brutgebiet

Wer in seinem Garten am Haus im Winter Vögel füttert, kann dort mit Sicherheit Kohl- und Blaumeisen, Amseln und Haussperlinge beobachten. Aber in einigen Gärten, insbesondere in solchen, die nahe am Wald liegen, ist auch die Sumpfmeise zu sehen.

Sie sind zwar keine häufigen Vögel in unserer Region, doch weit verbreitet. Sumpfmeisen sind kleiner als Kohlmeisen, die Oberseite ist graubraun, die Unterseite grau bis weißlich. Sie brüten in Laub- und Mischwäldern mit hohem Altholzanteil, wobei feuchte Standorte bevorzugt werden.

Während der Brutzeit des vergangenen Jahres wurden in unserem Raum Sumpfmeisen gefunden bei Dedenborn, Lammersdorf-Kämpchen, im Bereich Kalltalsperre, im Naturschutzgebiet Lenzbach, bei Mützenich und Monschau, im Bereich Eiserbachsee bei Rurberg, im Roten Venn bei Mützenich, bei Silberscheidt, am Kelzerbach, an der Höfener Mühle, im oberen Kalltal und wahrscheinlich noch an vielen weiteren Gebieten im ehemaligen Kreis Monschau.

Sumpfmeisen sind Standvögel und überwintern im Brutgebiet. Die Jungvögel suchen sich normalerweise innerhalb eines Radius von 3 bis 8 Kilometern ein neues Revier. Während der Brutzeit und im Sommer besteht die Nahrung hauptsächlich aus Insekten und Spinnen. Im Spätsommer stellen sie sich langsam um auf Sämereien: Disteln, Ziest, im Herbst und Winter Sonnenblumen und Baumsamen wie etwa Fichtensamen.

Im Winter ist die Sumpfmeise auch an Futterstellen zu finden. Sie legt das ganze Jahr über Futtervorräte an hinter Baumrinden, in Moos- und Flechtenbesatz grobborkiger Stämme und Äste, aber auch mitunter am Boden. Etwa 20 Prozent der Vorräte werden „gestohlen“, meistens über Nacht von Kleinsäugern wie Mäusen. Im Winter schließen sich Sumpfmeisen häufig gemischten Meisentrupps an und können dann zusammen mit Kohl-, Blau- und Tannenmeisen beobachtet werden.

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