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Monschau: Aufbruch in eine neue Zeit

Monschau : Aufbruch in eine neue Zeit

Mit Christoph Schneider (38) hat in der Kirche des Dekanates Monschau eine neue Zeit begonnen: Die drei Pfarrgemeinden Monschau, Imgenbroich und Mützenich haben gemeinsam einen Pfarrer.

Und die Menschen in den drei Gemeinden sind bereit, ihren Pfarrer nach Kräften zu unterstützen. Dies haben die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte fest versprochen: Dr. Josef Schreier für den Pfarrgemeinderat Imgenbroich. Dr. Karl Allgaier für den Pfarrgemeinde Monschau und Gisela Müller für den Pfarrgemeinderat Mützenich.

Und Pfarrer Christoph Schneider wird sich „nach Kräften bemühen, für die Menschen in den Gemeinden da zu sein” und sie im Leben und im Glauben stützen und stärken.

Der festliche Gottesdienst und die erste Begegnung mit den Menschen in den drei Gemeinden haben ihm Mut gemacht, wie er betonte: „Brechen Sie mir mit in eine neue Zeit auf.”

Die Aukirche in Monschau war am Sonntagnachmittag proppenvoll, als Christoph Schneider feierlich in einer Prozession von den Messdienern und Priestern sowie den beiden evangelischen Pfarrern Bentzin und Böhm zum Altar geleitet wurde.

In den Ansprachen während der heiligen Messe, die vom Kirchenchor St. Marien festlich umrahmt wurde, waren ermutigende Worte zu hören, aber auch Sorgen wegen der „schweren Krise im Bistum Aachen”.

Im Auftrag des Bischofs führte Regionaldekan Hajo Hellwig aus Kall Christoph Schneider in sein Amt als Pfarrer von Monschau, Imgenbroich und Mützenich ein und überreichte die Ernennungsurkunde.

Gleichzeitig führte der Dekan auch Gisela Ortmann als neue Gemeindereferentin ein. „Heute beginnt für alle Beteiligten eine neue Zeit und ein neuer Weg mit aller Spannung und Ungewissheit dessen, was kommen mag”, sagte Dekan Hellwig. Der Dienst in mehreren Gemeinden werde gewiss nicht einfach, er hoffe jedoch, dass die Gemeinden mit Pfarrer Schneider und Referentin Ortmann „eine gute Ordnung finden, in der sie den Menschen dienen können, ohne zerrissen zu werden”.

Dekan Hellwig rief die Gläubigen in den drei Gemeinden auf, „miteinander den Weg zu gestalten, denn nur miteinander ist die Zukunft zu gestalten”. Der Auftrag des Bischofs an Pfarrer Schneider: Im Leben und in der Arbeit ein glaubwürdiges Zeugnis im Glauben zu geben und die Menschen im Glauben zu stärken.

Christoph Schneider wies in seiner ersten Predigt in der Aukirche auf die „schwierige Zeit für die Kirche im Bistum Aachen” hin. Zum Priestermangel komme nun auch noch der Geldmangel: Das Bistum habe zu wenig Geld, um Diakone und hauptamtliche Gemeinde- und Pastoralreferenten zu entlohnen. „Wir werden künftig sehr viel weniger sein”, sagte Christoph Schneider, der sich dankbar zeigte für das große Engagement der älteren Priester.

Die neue, veränderte Situation sei aber kein Grund, bange zu werden. Er hoffe auf die Zusammenarbeit der Gemeinden, er baue darauf, dass alle, „die sich engagieren möchten”, sich tatkräftig einsetzen und neue Ideen einbringen”.

Die Menschen in den Pfarren müssen allerdings auch bereit sein, „auf etwas zu verzichten”, sie sollen „nicht aus Prinzip gegen Veränderungen sein”. Pfarrer Christoph Schneider wandte sich an die Gläubigen einer Pfarrgemeinden: „Ich lade Sie ein, gehen Sie auch in den schwierigen Zeiten mit ins Leben.”