Dedenborn: Auf die falsche Fährte geschickt

Dedenborn: Auf die falsche Fährte geschickt

Diejenigen, die Wanderer in unsere schöne Heimat locken wollen, geben sich alle Mühe, Wanderwege gut auszuschildern. Die Ortsgruppen der Eifelvereine markieren seit Jahrzehnten die vielen Wanderwege vorbildlich und genau. Auch in dem seit einigen Jahren bestehenden Nationalpark sind die Wanderwege gut gekennzeichnet.

Hinzugekommen ist in den letzten Jahren der Eifelsteig, wo die Wanderwege nach einigen Anfangsschwierigkeiten inzwischen gut ausreichend markiert sind, auch wenn sich nicht verhindern lässt, dass immer wieder von Souvenirjägern Wegesymbole entwendet werden.

Es muss aber auch noch andere Initiatoren geben, die in jüngster Zeit Wegweiser an Kreuzungen im Wald aufstellen, wie dem aufmerksamen Wanderer nicht entgangen ist. Wenn man von Dedenborn aufwärts ins Tiefenbachtal in Richtung Simmerath wandert, findet man hinter den Fischweihern an einer Wegegabelung ein in Beton gefassten Pfahl mit neuen Wegweisern.

Diejenigen, die diese Wegweiser angebracht haben, müssen entweder völlig ortsfremd gewesen sein, oder des Kartenlesens unfähig.

Der obere Wegweiser zeigt „Rauchenauel - Einruhr” an, man geht aber tatsächlich in Richtung Hammer. Laut mittlerem Wegweiser soll es in dieser Richtung nach Simmerath gehen, tatsächlich würde man aber in Rauchenauel und Einruhr auskommen. Wenn man dem unteren Wegweiser folgen würde, würde man anstatt in Hammer in Simmerath auskommen. Alle drei Wegweiser würden den Wanderer, der sich hier nicht auskennt, in die völlig falsche Richtung führen.

„Wie der Zufall es will, wurde ich auf der Wanderung in Richtung Hammer von zwei älteren Damen überholt, die mich schon einmal am Sportplatz Dedenborn überholt hatten und fragten mich, ob sie auf dem richtigen Weg nach Hammer wären, wo ihr Auto stand. Sie wären dem Wegweiser nach Hammer gefolgt und beinahe in Simmerath gelandet, berichtet ein Wanderer aus Dedenborn über die Folgen in der Praxis der falschen Beschilderung.

Im übrigen ist der Ortsname „Einrur” falsch geschrieben, was beim Anbringen solcher massiven, in Beton eingelassener Wanderhinweise, nicht vorkommen dürfte.