Monschau: Auf den historischen Spuren der Migranten

Monschau: Auf den historischen Spuren der Migranten

Wer heute durch die malerischen Höhenzüge und Täler der Eifel oder des Hohens Venn wandert, wird kaum vermuten, dass es hier nicht immer so ruhig zugegangen ist.

Vor 200 Jahren hätte ein Tourist im Dreieck zwischen Aachen, Monschau und Verviers kaum die Stille der reizvollen Landschaft genießen können. Die Tuchindustrie bestimmte den Landstrich mitten in Europa, und die Migration zwischen den kleinen und großen Zentren war eines ihrer zentralen Wachstumselemente.

Dass in der heutigen Euregio Wanderungsbewegungen von Arbeitern und Unternehmern über die Grenzen hinweg bereits vor 200 Jahren ein Garant für die erfolgreiche ökonomische Entwicklung waren, zeigt die vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) herausgegebene und im transcript erschienene Publikation „Eine Gesellschaft von Migranten”, die nun im Roten Haus in Monschau vorgestellt wurde. Sie fasst die Ergebnisse einer Studie zusammen, die im Auftrag des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum in Kooperation mit der belgischen Archivverwaltung, Staatsarchiv Eupen, entstanden ist.

Die Studie untersuchte neben den Rahmenbedingungen unterschiedliche Aspekte dieser „Gesellschaft von Migranten”. Unter der Leitung von Prof. Dr. Alfred Minke, Direktor des Staatsarchivs Eupen, arbeiteten vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an dem Projekt: Valérie Hébrant, Christiane Syré, Stefan Nies und Martin Schmidt. Auf 200 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Karten präsentiert die Publikation nun die Ergebnisse.

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