Eifel: Auch in der Roetgener Grundschule jagt Emil einen Taschendieb

Eifel: Auch in der Roetgener Grundschule jagt Emil einen Taschendieb

Ein Kinderbuchklassiker aus der Zeit, als noch nicht jeder ein Telefon hatte und noch mit D-Mark bezahlt wird, faszinierte in diesen Wochen reihenweise die Grundschulkinder in der Nordeifel. Im Rahmen der Bildungszugabe gastierte das Aachener Dasda-Theater diese Woche in der Grundschule Roetgen und am Freitag in Kalterherberg und begeisterte über 500 Kinder in drei Vorstellungen.

Die Handlung von Erich Kästner ist bis heute die selbe geblieben: Zum ersten Mal ist Emil Tischbein in überaus wichtiger Mission unterwegs. Er darf in den Ferien für einige Tage zu seiner Cousine Pony Hütchen in die Großstadt — nach Berlin!

So eine Zugfahrt ganz allein kann ziemlich aufregend sein, vor allem dann, wenn im selben Abteil ein eigenartiger Mann namens Grundeis sitzt und sich bemüht, den jungen Fahrgast ständig in ein Gespräch zu verwickeln. Dass der was auf dem Kerbholz hat, spürt Emil sofort — und tatsächlich: Kaum ist er ein wenig eingenickt, wird Emil zum Opfer eines gemeinen Diebstahls.

Als der Zug plötzlich scharf bremst, fällt Emil nicht nur von der Bank, sondern auch aus allen Wolken: Sein Geld ist weg, und sein merkwürdiger Sitznachbar versucht gerade, sich aus dem Staub zu machen! Also bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich dem dubiosen Grundeis an die Fersen zu heften — und das quer durch das riesige Berlin. Zur Hilfe kommt ihm ein Junge namens Gustav mit der Hupe, und Gustav trommelt einige seiner Freunde zusammen.

Unter der „Parole Emil“ legen die Kinder Grundeis gehörig das Handwerk — nach einer berauschenden Verfolgungsjagd durch den Großstadtdschungel. Ende gut, alles gut: Schließlich kassiert Emil sogar eine fette Belohnung, da er den weit bekannten Dieb zur Strecke gebracht hat.