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Aachen/Monschau: Asbest im Garten verbrannt: Deutsche Polizei löscht Brand in Belgien

Aachen/Monschau : Asbest im Garten verbrannt: Deutsche Polizei löscht Brand in Belgien

Einsatz im Ausland: Dicke Rauchwolken, die von einem belgischen Grundstück über die Bundesstraße 258 zogen und den Verkehr behinderten, führten am Donnerstagabend zu einem grenzüberschreitenden Einsatz der deutschen Bundespolizei. Was die Beamten auf dem Gelände fanden, spottete in puncto Umweltschutz jeder Beschreibung.

Gegen 19.45 Uhr waren die Streifenbeamten auf der Trierer Straße in Konzen in Richtung Aachen unterwegs, als sie auf Höhe der Straße „Auf Aderich“ dunkle Rauchschwaden bemerkten, die über die B258 wehten. Da die Ursache der Sichtbehinderung auf belgischem Hoheitsgebiet lag, informierten sie über ihre Leitstelle die Föderale Polizei in Eupen.

„Die belgischen Kollegen baten darum, sofort zum Ereignisort zu fahren und das Ausmaß des Brandes zu bestimmen“, heißt es im Einsatzbericht der Bundespolizei. Mit offizieller belgischer Genehmigung betraten sie das Privatgrundstück zwecks Gefahrenabwehr.

Dort stießen sie auf den Besitzer, der auf einem rund sechs Quadratmeter messenden Bereich Baumüll verbrannte, der aus Asphalt, Teerpappen, asbesthaltigen Eternitplatten und Türrahmen bestand. Die Flammen schlugen bereits mehr als zwei Meter hoch.

Da das Grundstück an einem Naturschutzgebiet liegt, schätzten die Beamten die Brandgefahr als hoch ein. So setzten sie zur Sicherheit die Feuerwehr in Kenntnis und forderten den Eigentümer auf, das Feuer zu löschen. Was auf wenig Begeisterung stieß: „Dieser Forderung kam er nur widerwillig nach“, berichtet die Behörde.

Doch es half ihm nichts: Gegen 20.50 Uhr war der Brand, dank der Hilfe der Bundespolizisten, gelöscht. Die Feuerwehr brauchte nicht mehr auszurücken.

Zu Ende war der Fall damit noch nicht, wie der Bericht der Bundespolizei zum Ende festhält. Auf den Gartenbesitzer kommt jetzt eine Strafanzeige zu - diesmal von der belgischen Polizei.

(red/pol)