Nordeifel: ARD-Reihe „Die Eifelpraxis“: Dreharbeiten für neue Folgen

Nordeifel: ARD-Reihe „Die Eifelpraxis“: Dreharbeiten für neue Folgen

Dass die Eifel viele schöne Plätze zu bieten hat, haben auch die Verantwortlichen der ARD-Degeto-Reihe „Die Eifelpraxis“ entdeckt, für die hier zurzeit wieder neue Folgen gedreht werden. Ausgewählt werden die Schauplätze nach Vorschlägen der Drehbuchautorin Brigitte Müller und von sogenannten Location-scouts, die die Gegend erkunden.

Mehrere Wochen vor dem Drehbeginn fährt ein Team dann die vorgeschlagenen Orte ab. „Oft klappt es direkt. Dann steht man da und staunt — so wie hier im Wilden Kermeter. Manchmal muss man aber auch nach Alternativen suchen. Für besondere Szenen werden natürlich auch besondere Orte ausgewählt“, sagt Ufa-Fiction-Producerin Dorothea Goldstein.

Kameramann Eckhard Jansen mag „das Hügelige und die Weite in der Eifel, wodurch tolle Perspektiven entstehen“. Die hohen Hecken findet er ebenso faszinierend. Auch Monschau mit seinem geschlossenen und gut erhaltenen, von Natur umgebenen Stadtbild findet er spannend. „Das ist eine Region, die noch nicht so stark abgefilmt ist. Hier lassen sich noch neue Motive entdecken — eine Gegend, die ihr eigenes Gesicht hat. Das gefällt mir“, sagt er.

Die Eifel ist für das Filmteam aber auch eine Herausforderung. „Die Logistik ist hier aufgrund des riesigen Areals mit großem Aufwand verbunden“, sagt Produktionsleiter Peer Hartwig, der gemeinsam mit der Aufnahmeleitung für die Organisation des Drehablaufs verantwortlich ist. Schließlich wird an vielen verschiedenen Orten gedreht, etwa in Monschau, in Woffelsbach oder wie an diesem Tag im Wilden Kermeter in der Nähe von Schwammenauel. Gleich ein Dutzend Transportfahrzeuge sind nötig, um Stromaggregate, Lampen, Kameras, Ausstattung, Garderobe, Maske und Requisiten an den jeweiligen Filmschauplatz zu schaffen. Mindestens 35 Leute kümmern sich um das ganze Drumherum. „So ein Dreh ist wie ein kleiner Staat, ein Rädchen muss ins andere greifen. Außerdem zählt jede Minute. Auch beim Film heißt es, Zeit ist Geld“, sagt Hartwig.

Zusätzlich sind viele Absprachen und Genehmigungen von Grundstücksbesitzern, Behörden, Polizei und Ordnungsämtern nötig. „Wir können nicht einfach anfangen, irgendwo zu drehen“, erläutert der Produktionsleiter.

Solche Absprachen und Genehmigungen waren auch für den Dreh im Wilden Kermeter im Nationalpark Eifel nötig. Es gebe viele Anfragen für TV-Produktionen im Nationalpark, denen aber nur selten entsprochen werde, sagt Tobias Wiesen von der Nationalparkverwaltung. In diesem Fall habe man eine Ausnahme gemacht und gleichzeitig den Wunsch geäußert, die Regeln des Nationalparks auch im Film unterzubringen.

„Das ist dann mit ein paar Sätzen nachträglich im Drehbuch berücksichtigt worden. Die Zusammenarbeit mit dem Filmteam hat hier sehr gut geklappt“, sagt Wiesen.

Momentan werden die Folgen vier und fünf der erfolgreichen Reihe gedreht, knapp die Hälfte der Szenen in der Eifel. Der Sendetermin steht aber noch nicht fest. „Wir wollen ‚Die Eifelpraxis‘ natürlich fortsetzen und hoffen, dass es eine langlebige Reihe wird“, erklärt Producerin Dorothea Goldstein. Im Herbst würden dann die Dreharbeiten für die sechste Folge starten, außerdem hofft man, auch im nächsten Jahr wieder in der Eifel drehen zu können.

In der vergangenen Woche wurde am Dienstag im Wilden Kermeter gedreht, am Mittwoch und Donnerstag in Monschau und am Freitag versetzt an verschiedenen Orten, unter anderem in Gemünd. In dieser Woche stehen dann noch einige weitere Szenen auf dem Drehplan, zum Beispiel auch in Woffelsbach. Bis Donnerstag soll alles im Kasten sein.

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