Roetgen: Anspruchsvolle Übung: Bus liegt auf der Seite

Roetgen: Anspruchsvolle Übung: Bus liegt auf der Seite

Die gesamte Feuerwehr Roetgen traf sich am Samstag zu einer gemeinsamen Übung mit dem THW Lammersdorf und Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes. Spektakulär war das Einsatzszenario, denn es wurde ein Busunfall auf dem Gelände des THW Lammersdorf inszeniert. Ein Bus war aus unbekannter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und auf der Beifahrerseite liegengeblieben.

Durch die ersteintreffenden Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst wurde die Lage erkundet, die Einsatzstelle abgesichert, der Brandschutz sichergestellt und erste Maßnahmen zur Menschenrettung eingeleitet.

Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass sich elf Personen in dem verunfallten Bus befanden. Daraufhin wurden weitere Rettungswagen, Notärzte und ein Gerätewagen für einen Patientenablageplatz nachalarmiert. Aufgrund der komplizierten Lage des Busses wurde ebenfalls das THW zur Einsatzstelle alarmiert. Über einen Zugang durch die Busfront konnte der sofort erkennbare, eingeklemmte Busfahrer zügig gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Die Kräfte des THW stützten den Bus ab und sicherten diesen so gegen jegliche Art von Erschütterung.

Die weiteren zehn, zum Teil schwer verletzten Insassen, wurden in Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW mit vielen verschiedene Rettungsmethoden aus dem Bus befreit. So wurden Öffnungen sowohl durch den Heckbereich des Busses als auch mittels Säbelsäge über das Dach des Busses geschaffen. Von der Crash-Rettung eines Schwerverletzten über die Rettung einer Schwangeren bis hin zur normalen Rettung mittels Trage wurden alle Techniken eingesetzt, geübt und vertieft.

Dank der hervorragenden Zusammenarbeit der rund 80 Kräfte konnte der Einsatz professionell abgearbeitet werden. Beim gemeinsamen Grillen und einem Getränk wurde sich ausgetauscht und der Einsatzablauf nachbesprochen, denn eine gute Zusammenarbeit aller Instanzen sei im Einsatzfalle sehr wichtig, um auch solch komplizierte Einsatzlagen zu meistern, lautete das Fazit aller Beteiligten.

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