Eifel: Angemerkt: So viel Information wie nötig

Eifel: Angemerkt: So viel Information wie nötig

Seit Wochen beschäftigt das Thema Flüchtlinge auch uns in der Nordeifel und beherrscht die Themenlage der Lokalredaktion.

Wir sind dabei bemüht, alle Facetten dieses komplexen Themas abzubilden — von der Not der Menschen, die vor Krieg und Gewalt in die Eifel fliehen, über die große Hilfsbereitschaft vieler Eifeler, bis hin zu den Sorgen derer, die sich fragen, wie viele Flüchtlinge wir noch aufnehmen können.

Nun haben wir diese Woche über zwei Polizeieinsätze in den Unterkünften Haag und Heidgen in Monschau berichten müssen, wo junge Männer aus unterschiedlichsten Herkunftsländern aneinander gerieten, es letztlich aber bei harmlosen Rangeleien blieb. Wir sahen es als Lokalredaktion dennoch als unsere Pflicht an, unsere Leser darüber zu informieren, da der Polizeieinsatz von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen worden war und wir uns nicht dem Vorwurf aussetzen möchten, Informationen bewusst zurückzuhalten.

Das wiederum hat uns Kritik behördlicher Stellen eingebracht, die in solcher Berichterstattung Unruhepotenzial sehen. Berichten wir aber gar nicht, schießen, wie im konkreten Fall geschehen, in sozialen Netzwerken und Kommentarspalten erst recht Gerüchte und Mutmaßungen aus dem Kraut. Deshalb werden wir auch weiter unsere Linie vertreten: so viel Information wie nötig.

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