Simmerath/Stolberg: Angehende Chemietechniker zeigen Projekte

Simmerath/Stolberg: Angehende Chemietechniker zeigen Projekte

Wie naturwissenschaftliche Themen einem breiten Publikum verständlich präsentiert werden, haben die angehenden Chemietechniker der Fachschule für Technik des Berufskollegs Simmerath/Stolberg anschaulich gezeigt.

Die öffentliche Präsentation im Rahmen des Fachs „Deutsch/Kommunikation“ ist ein Teil des Abschlussprojekts der insgesamt 25 Studierenden, die jetzt noch ein Jahr ihrer vierjährigen Weiterbildung vor sich haben. Der erste Teil bestand darin, das Projekt vor Fachpublikum zu präsentieren, nun wurden die Themen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Einzeln oder in Gruppen haben die angehenden Chemietechniker mit ihren Arbeitgebern, hiesigen chemischen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen ein halbes Jahr lang elf Projekte und dazugehörige Forschungsarbeiten erstellt.

Eines dieser Projekte präsentierten Linda Goldmann, Sandra Paffen und Michelle Maaßen an ihrem Stand. Die Studierenden haben sich zusammen mit der Deutschen Sporthochschule Köln mit dem Thema „Dopingfallen“ auseinandergesetzt. „Das war sehr interessant, weil das Thema auch bei Menschen ankommt, die eigentlich nicht viel mit Chemie zu tun haben“, erklärte Paffen. Das Ziel des Projekts bestand darin, 15 Substanzen, die in Nahrungsergänzungsmitteln vorkommen, zu testen und auf die sogenannte Kölner Liste der Nahrungsergänzungsmittel mit minimiertem Dopingrisiko zu setzen.

Doping, Glutamat und mehr

„Leistungssportler können somit sicher sein, dass die Substanzen in ihren Produkten ein geringes Dopingrisiko aufweisen, denn auf dem Produkt finden sie dann das Kölner Listensiegel“, erläuterte Paffen. Linda Goldmann ergänzte, dass der Trend, zu Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen, mittlerweile auch die Fitnessstudios erreicht habe und es somit für normale Verbraucher ebenfalls wichtig sei, zu wissen, wie man unbeabsichtigtes Doping vermeiden könne.

Ganz nah am Alltag war auch ein Projekt, bei dem ein Schnelltest für den Geschmacksverstärker Glutamat entwickelt wurde, so dass es zukünftig möglich sein soll, den Glutamatgehalt in Lebensmitteln selbstständig festzustellen.

Außerdem wurde getestet, wie Implantate eine spezielle Beschichtung erhalten können, um im Körper besser anzuwachsen. Die Besucher der Abschlusspräsentationen erfuhren darüber hinaus unter anderem etwas über Krebsmedikamente, die aus Pflanzenzellen hergestellt werden und die Optimierung des Flammschutzes.

Wie wichtig die Projektarbeiten für die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker mit Fachrichtung Chemie sind, hob Claus von Teubern, Leiter der Abteilung Naturwissenschaften und Technik am Berufskolleg, hervor: „Die Projektarbeiten werden wie ein eigenständiges Fach inklusive der Nennung des Themas auf dem Abschlusszeugnis ausgewiesen.

(mepo)
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