Eicherscheid: Alemannia stellt Tivoli-Anleihe in der Tenne vor

Eicherscheid: Alemannia stellt Tivoli-Anleihe in der Tenne vor

Um den neuen Tivoli vorzustellen und den Fans die Tivoli-Anleihe näher zu bringen, waren die Spieler Thorsten Stuckmann und Daniel Brinkmann sowie Geschäftsführer Frithjof Kraemer, Pressesprecher Thorsten Pracht, Thomas Korr (Marketing und Services) und Wertemüller in die Tenne nach Eicherscheid gekommen.

Obwohl nicht einmal 30 Personen zu der Veranstaltung erschienen waren, nahmen sich die Alemannia-Akteure Zeit, um ihr Anliegen und den neuen Tivoli ausführlich vorzustellen.

Mit großem Einsatz wird am neuen Tivoli gebaut, während gleich nebenan die Profis trainieren. „Natürlich ist es manchmal ziemlich laut”, sagte Torwart Thorsten Stuckmann, aber im Stadion sei das ja schließlich auch nicht anders.

Daniel Brinkmann fiel ein Vergleich zwischen altem und neuem Stadion schwer. „Den alten Tivoli wird man sicherlich vermissen, aber die Zukunft liegt im neuen Stadion.”

Das sah auch Geschäftsführer Kraemer so: „Der alte Tivoli ist einzigartig, aber es gibt keine Alternative zum neuen Stadion.” Leider spiele Geld im Profisport keine unerhebliche Rolle und das neue Stadion mache Alemannia wettbewerbsfähig gegenüber der Konkurrenz mit ihren modernen Stadien. Kraemer sprach von einer Weichenstellung ohne Alternativen. „Geld schiesst eben doch Tore.”

Investiert werde in das neue Stadion für den Nachwuchs, für die Fans und für die Region. Für den Nachwuchs sollen zeitgemäße Trainingsbedingungen geschaffen werden, für eine ernsthafte Nachwuchsförderung sei eine entsprechende Infrastruktur nötig.

Die Fans sollen auch weiterhin zu „ihrem Tivoli” gehen können, dort aber auch einen gewissen Konfort genießen können. Stolz zeigte sich Kraemer auf die viele Stehplätze im Stadion. „Das haben wir gemneinsam mit den Fans erreicht”, betonte er.

Der neue Tivoli werde das Stadion mit der höchsten relativen Stehplatzdichte in Deutschland. Die Südtribühne solle man sich wie den Würselner Wall vorstellen, nur dass nocheinmal zwei Drittel oben drauf kämen.

Dies sei als Tribut an den alten Tivoli zu verstehen. „Die Gegner sollen kommen und vor diese Wand laufen”, gab sich der Geschäftsführer kämpferisch.

Gleichzeitig sollen die Spiele der Alemannia „ein Event für Firmen” sein, währenddessen sie ihre Kunden betreuen können. Dazu werden im neuen Stadion „Business-Seats” und „Business-Logen” angeboten.

Die Alemannia plant mit 50 Millionen Euro für das Projekt. Davon sollen zehn Prozent, also fünf Millionen Euro, über die „Tivoli-Anleihen” gedeckt werden. Fans, aber auch alle anderen, haben noch bis zum 31\. August die Möglichkeit „Tivoli-Anleihen” zu zeichnen. Die Anleihen sind in Paketen zu 100, 200 und 500 Euro gestückelt.

Mindestbetrag 100 Euro

Der Mindestanlagebetrag beträgt 100 Euro. „Das Geld wird für fünf Jahre fest mit sechs Prozent pro Jahr verzinst und im August 2013 zu 100 Prozent zurückgezahlt”, heißt es in der Info-Broschüre der Alemannia. Die Anleihen werden wahlweise im Bankdepot eingebucht oder als Schmuckurkunde ausgegeben.

Zum Abschluss der Veranstaltung bestand die Möglichkeit Spieler und Verantwortliche der Alemannia mit Fragen zu löchern Simmeraths Bürgermeister, Hubert Breuer, nutzte die Gelegenheit, um sich als Gladbach-Fan zu outen.

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