Woffelsbach: Aktion „7 x Sommer“: Märchenhaftes Abenteuer im Woffelsbacher Wald

Woffelsbach: Aktion „7 x Sommer“: Märchenhaftes Abenteuer im Woffelsbacher Wald

Im Rahmen der Leser-Aktion „7 x Sommer“ fand kürzlich eine GPS-Rallye durch den „Woffelsbacher Märchenwald“ statt, die die acht Teilnehmer begeisterte. Ziel war es, unterwegs das eine oder andere Rätsel und knifflige Aufgaben zu lösen, um am Ende den versteckten Schmuck und die Krone des Froschkönigs zu finden.

Auf der circa dreistündigen Tour durch die Wälder zwischen Woffelsbach und Steckenborn war neben einer guten Auffassungsgabe auch die Zusammenarbeit im Team von großer Bedeutung.

Plötzlich taucht im sonst so ruhigen und beschaulichen Woffelsbach, unmittelbar neben der „Neuen Mitte“, ein schick gekleideter Herr auf. Er kommt mit seinem Fahrrad und trägt Anzug und Krawatte. „Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich komme von der Firma Eifelperlen-Immobilien und begrüße Sie zu diesem ungewöhnlichen Termin im Woffelsbacher Märchenwald“, sind seine ersten Worte.

Die Angesprochenen seien auf einer Art Verkaufsverhandlung gelandet, um den „Woffelsbacher Märchenwald“ zu befreien und wieder neu zu eröffnen. „Die Freiherrin Konstanze von Wols- und Märchenbach, deren Lieblingsmärchen der Froschkönig ist, hat die Krone und auch ihren Schmuck verloren“, erklärt er den acht interessiert lauschenden Teilnehmern. „Daher sind eure drei Aufgaben, zu ermitteln, welche Märchen an den verschiedenen Stellen im Märchenwald dargestellt werden, die Krone des Froschkönigs zurückzuerobern und den Familienschmuck zu finden“, gibt der schick gekleidete Herr ihnen mit auf den Weg, bevor er verschwindet.

Falls sie alle drei Aufgaben lösen würden, gehöre der Märchenwald ihnen und sie könnten ihn neu eröffnen.

Zehn Stationen

Dann sind die Teilnehmer auch schon auf sich alleine gestellt. Zur Unterstützung werden sie mit GPS-Navigationsgeräten und einer „Märchenbibel“ ausgestattet. Schnell geht es in den Wald. An zehn Stationen müssen zehn verschiedene Märchen erkannt werden.

Schnell wird in der Gruppe über das beste Vorgehen beraten und es kommt zum regen Austausch und der einen oder anderen Diskussion. „Wo soll das denn sein?“, sagt eine Teilnehmerin, als Stimmen aus einem Gebüsch zu hören sind. Dort ist ein Radio versteckt, das möglicherweise einen entscheidenden Tipp geben könnte. Es lässt die Mitstreiter zunächst Verstummen und sorgt für einen Überraschungseffekt. Doch das Rätsel kann gelöst werden.

Kurze Zeit später schreit die 17-jährige Annika erschrocken auf. In einem kleinen Häuschen im Wald hat sich eine alte Witwe, verkleidet als Hexe, versteckt und sorgt so für Aufsehen. Diese möchte ein Spiel mit Einsatz spielen und bei einer Niederlage wichtige Informationen über den „Märchenwald“ preisgeben. Nach kurzem Zögern und einer Beratung beginnt das Mau-Mau-Duell, das die alte Witwe verliert und verdrießlich ihre Geheimnisse verrät.

Das ständige Knacksen der Bäume, der aufkommende Wind, ein leichtes Donnergrollen und der einsetzende Nieselregen haben beinahe etwas Mystisches und geben der Atmosphäre im Wald einen leicht bedrohlichen Beigeschmack. Bei längeren Diskussionen und stellenweise einsetzender Ratlosigkeit wird auch das Smartphone schon mal zur Hilfe genommen, um Aschenputtel, Hänsel und Gretel oder auch Die Prinzessin auf der Erbse zu erkennen. Auf der weiteren Reise durch den Wald warten auch ein schnarchender Wolf und Schneewittchen in einer verlassenen Waldhütte auf die neugierigen Besucher, um ihnen vielleicht den entscheidenden Tipp zu geben.

Nach drei Stunden, vielen Rätseln und einigen Überraschungen, findet die Achtergruppe tatsächlich die Krone des Froschkönigs sowie den vermissten Schmuck. Und auch von den insgesamt zehn gesuchten Märchen konnten sie acht erraten und haben so ihre Aufgaben erfüllt.

Positive Resonanz

„Die Tour hat mir wirklich sehr gut gefallen. Als die alte Hexe plötzlich aus der Hütte kam, wusste ich zuerst gar nicht, was passiert und habe mich total erschrocken“, sagt Annika Radermacher aus Woffelsbach lachend. Besonders gut habe ihr gefallen, dass zwischendurch lebendige Figuren in der Geschichte vorkamen. Und auch Martina Pennartz, die mit ihrer Tochter aus Raeren angereist war, zieht nach der Rallye ein positives Fazit: „Die Tour war interessant und sehr schön verpackt, ich hätte es nicht unbedingt so erwartet“, erzählt Pennartz und gibt zu, dass es ihre erste GPS-Rallye überhaupt war. Möglicherweise folgt nun noch die eine oder andere.

Das Konzept der GPS-Rallye durch den „Woffelsbacher Märchenwald“ befindet sich noch in der Erprobungsphase. Spätestens ab dem nächsten Jahr soll es vor allem für Betriebsausflüge, kleinere Betriebe, Gruppenausflüge oder auch niveauvolle Junggesellenabschiede dienen, nennt Norbert Wortberg, Geschäftsführer der Natur bewegt Dich GmbH, Zielgruppen des Projekts.

Es ist für Gruppen zwischen fünf und 15 Personen geeignet, die sich untereinander kennen sollten. Die Tour führt komplett durch den Wald und dauert rund drei Stunden. „Wir wollten etwas Neues, Originelles machen. Ich bin in einem Märchenkrimi dann auf diese Idee gestoßen“, erzählt Wortberg. Der Fokus soll auch künftig auf dem Thema Märchen liegen, wobei weitere Dinge auf der Route installiert werden sollen.

Durchstarten soll das Projekt im nächsten Jahr. Wer bereits jetzt Interesse hat, kann sich im Internet auf www.naturbewegtdich.de, per E-Mail: info@naturbewegtdich.de oder unter Telefon 02473/9378400 informieren.