Von Dedenborn nach Seifenauel : Abkürzungspfad hat nach Unfall ein neues Geländer

Von Dedenborn nach Seifenauel : Abkürzungspfad hat nach Unfall ein neues Geländer

Dedenborn ist ein Straßendorf, das vom Ortseingang von Seifenauel bis zum Ortsende an der oberen Waldstraße etwa drei Kilometer lang ist. Dabei sind Höhenunterschiede von bis zu 250 Metern zu bewältigen, was natürlich nur mit einer kurvenreichen Straße umzusetzen ist.

Nun waren Menschen immer bequem, und so suchten auch die einstigen Bewohner von Dedenborn nach Möglichkeiten, Fußwege zu finden, die den Weg ins Dorfzentrum abkürzten. Einer dieser Fußpfade wurde zwischen den Ortsteilen Seifenauel und Rauchenauel angelegt, der an der Rurbrücke endete.

Dieser Pfad wurde regelrecht in den Felsen gehauen und war durchaus für die Begehung gefährlich, so dass zur talseitigen Absicherung ein Geländer angebracht wurde. Dieses Geländer wurde aus Holz gezimmert und musste häufig erneuert werden, weil die Feuchtigkeit im schattigen Hang das Holz schnell morsch werden ließ. Auch Vandalismus führte manchmal zur Erneuerung des Geländers.

Nägel mit Köpfen

Vor einigen Wochen war wieder einmal ein Teil des Geländers zerstört, und als hier ein 14-jähriger Junge vom Campingplatz den Halt verlor und etwa 25 Meter tief in die Rur fiel, mussten Krankenwagen, Hubschrauber und Polizei alarmiert werden, um dem Abgestürzten zu helfen.

Die Gemeinde sperrte daraufhin diesen Abkürzungspfad, über den auch markierte Wanderwege verlaufen, kurzerhand ab.

Jetzt machte man aber Nägel mit Köpfen. Am gesamten talseitigen Hang wurde von den Gemeindearbeitern ein Geländer aus Stahlrohren angebracht, das fest in den Felsen verankert wurde und mehrere Jahrzehnte halten soll. Jetzt kann dieser Abkürzungspfad wieder gefahrlos begangen werden.

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