Monschau: Ab sofort wird in der Stadt Monschau der Müll gewogen

Monschau: Ab sofort wird in der Stadt Monschau der Müll gewogen

Ab sofort wird in Monschau der Müll gewogen. Mit der Restmüllsammlung in Höfen, Rohren und Widdau am Dienstag starten die Stadt und das Entsorgungsunternehmen Förster Umweltdienste aus Mützenich in das sogenannte Ident- und Wiegesystem, das bei den Müllentsorgungskosten für mehr Verursachergerechtigkeit sorgen soll.

Für die Leerung der 60-Liter-Tonne im bisherigen 14-Tage-Turnus muss der Bürger für den Rest des Jahres 2009 zunächst 38,84 Euro Grundgebühr bezahlen, das sind 4,85 Euro im Monat. Hinzu kommt eine Gebühr von 28 Cent je Kilogramm Restabfall.

Das Gewicht der Tonne wird von einem sogenannten Transponder erfasst, der unter dem Griff angebracht ist und der beim Entleeren am Müllfahrzeug das Gewicht samt der Identifikationsnummer der Tonne an einen Bordcomputer im Fahrzeug übermittelt.

Haben die Sammler ihre Tour beendet, werden die kompletten Daten an die Stadt Monschau übermittelt, die die verursacherbezogene Gebührenrechnung erstellt.

Gegen „Fremdeinwürfe” können die Bürger sich mit einem Mülltonnenschloss schützen, dass einmalig 58 Euro kostet; bisher haben allerdings erst rund 200 Haushalte im gesamten Stadtgebiet ein solches Schloss beantragt.

Weitere Einzelheiten des neuen Systems, so die „Pampers-Regelung” für Familien mit Kleinkindern oder Pflegebedürftigen, würden zeitnah ergänzt, kündigte Bürgermeister Theo Steinröx an.

Stadtverwaltung und Entsorgungsunternehmen verwiesen indes vor der ersten Sammlung mit Wiegung noch einmal darauf, dass das erfasste Gewicht der eigenen Tonne nicht am Fahrzeug abzulesen sei und deshalb auch nicht beim Fahrer oder Lader des Entsorgungsfahrzeugs nachgefragt werden könne.

Die Bürger können das erfasste Gewicht aber einige Tage nach der Sammlung bei der Stadtverwaltung erfragen, nähere Hinweise, wann und unter welcher Rufnummer dies möglich ist, folgen in den nächsten Tagen.

Die Sammlung wird auch mit dem neuen System jeweils mit einem Fahrzeug erfolgen, das mit zwei Arbeitern - einem Fahrer und einem Lader - besetzt ist. Nur bei der letzten Sammlung ohne Wiegung im April sah man das Müllauto teils mit zwei Ladern umherfahren; das hatte einen guten Grund.

„Bei der letzten Sammlung ohne Wiegen haben die meisten Bürger die Tonne noch einmal richtig voll und teils auch schwer gemacht. Das war für einen Lader kaum zu schaffen”, berichtet Tino Förster vom Mützenicher Entsorgungsunternehmen. Das aber dürfte sich ab Dienstag ändern.