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„Kein bestimmtes Ereignis” : 61 neue Corona-Fälle in der Nordeifel

„Kein bestimmtes Ereignis” : 61 neue Corona-Fälle in der Nordeifel

Auch wenn die Zahl der aktiven Fälle und der Inzidenzwert zum Freitag weiter angestiegen sind, ist die Städteregion Aachen noch weit entfernt von der Lage zu Jahresbeginn. Das gilt auch für die Nordeifel, für die das Gesundheitsamt vor dem Wochenende sieben Neuinfektionen und insgesamt 61 aktuelle Fälle vermeldete.

116 neu nachgewiesene Fälle bilanzierten die Krisenstäbe von Stadt und Städteregion Aachen am Freitag. Damit sind in der Städteregion Aachen aktuell genau 1000 Menschen nachgewiesen infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz zum Coronavirus stieg von 104 auf 108, die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg auf 484 (+2).

Nach insgesamt 18 Neuinfektionen im Laufe dieser Woche kam im Bereich der Stadt Monschau, ebenso wie in der Gemeinde Roetgen, am Freitag lediglich ein neuer Fall hinzu. Informationen, wonach es infolge einer privaten Veranstaltung im Stadtgebiet alleine zwölf positive Testergebnisse gegeben habe, konnte Städteregionssprecher Detlef Funken nicht bestätigen: „Wir haben keine gesicherten Erkenntnisse, dass die aufgetretenen Fälle in Monschau auf ein bestimmtes Ereignis zurückzuführen sind“, sagte er am Freitag. Ausschließen könne man auch Ausbrüche in Heimen, Kitas oder Schulen, so Funken. Dies gelte auch für die übrigen Eifelkommunen. In Simmerath kamen am Freitag fünf neue Fälle hinzu, aktuell sind es dort nun 24 Infizierte (Monschau 30, Roetgen 7).

„Die geltende Coronaschutzverordnung hat in Aussicht gestellt, dass weitere Öffnungen, etwa in der Außengastronomie, von Theatern, Konzert- und Opernhäusern und Kinos sowie im Sport möglich sein könnten, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz stabil oder sinkend unter 100 liegt. Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens mit einer landesweiten Wocheninzidenz von 92,1 ist dies derzeit nicht gegeben“, hieß es in der Pressemeldung der Städteregion. Ob die Überschreitung zur Rücknahme von Lockerungen führe, hänge neben den aktuellen Infektionszahlen auch vom Testgeschehen, der Situation in Krankenhäusern und Pflegeheimen und von der Verbreitung der Virusmutationen ab, hieß es weiter.

Apropos Testen: Mit halbstündiger Verspätung rollte am Freitagvormittag das mobile Testzentrum der Städteregion auf seiner Südroute durch die Nordeifel an. In Lammersdorf bibberten bis zum Eintreffen der rollenden Praxis ein halbes Dutzend Bürger in der Kälte auf dem Zeltplatz neben der Schule, ehe die Schnelltests starten konnten. Anschließend ging es noch nach Kesternich, Höfen und Rohren, wo Bürger ebenfalls kostenlos und umkompliziert einen Abstrich machen lassen konnten. Ob und wann der Test-Bus auch nächste Woche in die Eifel rollt, ist noch nicht entschieden.

Dafür steht seit Freitag aber die Teststation im katholischen Pfarrheim am Kirchplatz in Simmerath in der offiziellen Liste der städteregionalen Testmöglichkeiten. Online-Buchungen sind für dort noch nicht möglich, „einfach vorbeischauen”, empfahl Detlef Detlef Funken, der vorrechnete: „Insgesamt haben die Bürger nun über 100 Möglichkeiten zum testen, die Apotheken und Arztpraxen eingeschlossen.” Von 11.500 durchgeführten Schnelltests seit Montag seien bisher 61 (gleich 0,53 Prozent) positiv ausgefallen. Wer positiv schnellgetestet wird, muss umgehend in Isolation und spätestens am Folgetag einen PCR-Test absolvieren.

(hes)