6. Jugendforum des Jugendbeirats Roetgen

6. Jugendforum des Jugendbeirats Roetgen : Einiges erreicht und noch viel vor

Bereits zum sechsten Mal fand jetzt das Jugendforum des Jugendbeirats Roetgen im Bürgersaal an der Rosentalstraße statt. Jugendbeiratsmitglied Lars-Anton Kaulen übernahm die Moderation und blickte gemeinsam mit den rund 20 Jugendlichen auf das vergangene Jahr zurück.

So nahm der Jugendbeirat am „Geburtstag der Kunst“ im Januar teil, veranstaltete das erste „Food and Talk“ in der Gaststätte Marienbildchen in März, war Ansprechpartner für den „Tag der Lokalpresse“ im September und stellte die Städteregionsratskandidaten auf seiner Homepage vor und fragte alle Kandidaten: „Was möchten Sie für Jugendliche in der Region erreichen?“

Besonders stolz ist das einzige Jugendparlament der Nordeifel auf die politische Bildungsfahrt nach Berlin im Oktober. In der Hauptstadt besuchten die Jugendlichen die SPD-Abgeordnete Claudia Moll im Bundestag, das ehemalige Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, den sogenannten „Tränenpalast“ an der Friedrichstraße und die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen in Oranienburg.

Der Jugendbeirat Roetgen, der im April dieses Jahres sein zweijähriges Bestehen feierte, hat die Berlinfahrt auch dafür genutzt, neue Ideen für das kommende Jahr 2019 mit nach Hause zu nehmen. Schnell stand für die insgesamt 15 Jugendlichen nach dem Besuch der NS-Gedenkstätte Sachsenhausen fest: „Wir wollen Stolpersteine in Roetgen verlegen und mehr über jüdisches Leben erfahren“, so der Beirat.

Auch mit einem der zwei Anträge, die der Jugendbeirat im Jahr 2018 stellte, konnten die Jugendlichen Erfolge feiern: „Das WLAN an den Bushaltestellen ‚Roetgen Post’ und ‚Wanderstation’ kommt“, so Christian Rohn vom Jugendbeirat. Der Wunsch, dass das „Asa-Taxi“ der Aseag auch Roetgen noch zur späten Nachtstunde anfährt, ist allerdings gescheitert: „Das Taxi wurde durch die Aseag abgelehnt, der Nachtbus hingegen wurde beschlossen. Das ist nicht das, was wir wollten“, erzählt Lars-Anton Kaulen. Diese Niederlage schreckt das Jugendparlament allerdings nicht davon ab, motiviert auf das neue Jahr zu blicken und Pläne zu schmieden.

So wollen sich die engagierten Roetgener Jugendlichen im kommenden Jahr für mehr körperliche Betätigung und Sportaktivitäten einsetzten. Gemeinsam mit ihrem neuen Kooperationspartner, dem Regiosportbund Aachen, wagen die Jugendlichen daher am 27. April 2019 einen ersten Versuch und veranstalten ein Bumperballturnier auf dem Roetgener Sportgelände. Im Zeichen des Sports steht auch das Herzensprojekt des Jugendbeirates „#Youthunited“ – ein Jugendtreff mit Sportkäfig, gelegen mitten in der Gemeinde. Bereits seit vielen Monaten führen die Jugendlichen Gespräche mit der Verwaltung und dem Bürgermeister, wo dieser Treffpunkt entstehen könnte und wie er aussehen soll. So soll ein Sportkäfig mit Fußballtoren, Volleyball- und Badmintonnetzen entstehen, neben dem ein Unterstand mit Sitzmöglichkeiten angebaut ist. CDU-Fraktionsmitglied Helmut Helzle war gerne zum sechsten Jugendforum gekommen, um die Jugendlichen in ihren Plänen zu unterstützen: „Ein geeigneter Ort wäre neben der Turnhalle des TV.“

Auch Ideen für neue Anträge gibt es bereits: „In den Sommerferien kommt man nach der Busplanumstellung nicht mehr so leicht an den Rursee. Wir möchten, dass ein Rurseeshuttle entsteht, damit Jugendliche schnell an den See fahren können“, so Florian Rohn vom Jugendbeirat.

Zum Schluss des sechsten Roetgener Jugendforums standen Wahlen an, da erneut Jugendliche aufgrund ihres Studiums den Beirat verlassen mussten. Schnell stand fest, dass Britta Brandenburg, Anton Huppertz und Anton Zerwas ab sofort als neue Jugendbeiratsmitglieder ihre Arbeit aufnehmen werden.

(kfr)
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